Thermische Simulation
Die thermische Simulation zeigt, ob Räume im Sommer überhitzen. Wir rechnen die Übertemperaturgradstunden je Raum nach DIN 4108-2, für Wohngebäude gilt dabei ein Anforderungswert von 1.200, für Nichtwohngebäude von 500 Kelvinstunden im Jahr.
Der sommerliche Wärmeschutz ist für jeden Neubau nachzuweisen. Das vereinfachte Verfahren stößt bei großen Glasflächen, besonderen Nutzungen oder Zertifizierungen schnell an Grenzen, dann ist eine dynamische Simulation nach DIN 4108-2 der genauere Weg.
In der DGNB und im BNB fließt das Ergebnis in den thermischen Komfort ein. Wir rechnen mit demselben Modell auch die Tageslichtsimulation, damit Licht und Wärmeschutz zusammenpassen.
1.200
Kelvinstunden im Jahr, Anforderungswert für Wohngebäude
500
Kelvinstunden im Jahr, Anforderungswert für Nichtwohngebäude
8.760
Stunden je Jahr, stundengenau gerechnet
Ein Modell
für Licht und Wärme
abgestimmt mit der Tageslichtsimulation
Navigation
Die Leistung
Dynamische Simulation je Raum, als Nachweis und als Grundlage für Entscheidungen im Entwurf.
Wir bilden die kritischen Räume mit Hülle, Verglasung, Verschattung, Speichermasse, Lüftung und internen Lasten ab und rechnen ihr Verhalten Stunde für Stunde über ein Jahr. Ergebnis sind die Übertemperaturgradstunden, also wie lange und wie stark die Raumtemperatur über dem Grenzwert liegt.
Liegt das Ergebnis über dem Anforderungswert, rechnen wir Varianten: Glasanteil, Sonnenschutz, Nachtlüftung oder Speichermasse. So entsteht eine belastbare Grundlage für Entscheidungen, die sonst pauschal getroffen würden.
Das macht unsere thermische Simulation aus:
- Rechnung im Entwurf, solange Glasanteil und Verschattung offen sind
- Nachweis direkt in der Form des Zielsystems
- Abstimmung mit Tageslicht und Energiekonzept
- Lieferung als Zulieferung für Planungsbüros möglich
Anforderungswerte
Die DIN 4108-2 legt für die Simulation Anforderungswerte an die Übertemperaturgradstunden fest.
| Gebäudeart | Anforderungswert |
|---|---|
| Wohngebäude | 1.200 Kelvinstunden im Jahr |
| Nichtwohngebäude | 500 Kelvinstunden im Jahr |
Die Bezugstemperatur hängt von der Sommerklimaregion des Standorts ab. Für Zertifizierungen können zusätzliche Anforderungen an den thermischen Komfort gelten.
Schnell zu Ihrer thermischen Simulation
Der Aufwand hängt von Gebäudetyp, Größe, Datenlage und Zielsystem ab. Ein festes Angebot nennen wir, sobald diese Angaben vorliegen, die erste Einschätzung im Erstgespräch ist kostenlos.
Ablauf
Fünf Schritte vom Modell bis zum Nachweis.
Je früher die Simulation läuft, desto mehr lässt sich an Glasanteil und Verschattung noch ändern.
-
01 Abstimmung
Wir klären Zweck, Zielsystem und die kritischen Räume.
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02 Modell
Aufbau der Räume mit Hülle, Verglasung, Verschattung, Lüftung und internen Lasten.
-
03 Berechnung
Stundenweise Simulation über ein Jahr mit Klimadaten der Sommerklimaregion.
-
04 Varianten
Vergleich von Glasanteil, Sonnenschutz, Nachtlüftung und Speichermasse.
-
05 Nachweis
Bericht mit Übertemperaturgradstunden je Raum und Empfehlung.
Ihre Experten
Simulationen im Haus, abgestimmt auf Planung und Zertifizierung.
Die thermische Simulation rechnen wir im Haus, abgestimmt mit Tageslicht, Energiekonzept und Zertifizierung.
So sehen wir früh, wo viel Glas den Wärmeschutz gefährdet, und lösen den Konflikt im Entwurf statt in der Ausführung.
Das bringt Ihnen diese Aufstellung:
- Ergebnisse in der Form, die das Zielsystem verlangt
- Ein Modell für mehrere Nachweise
- Varianten früh im Entwurf statt Dokumentation am Ende
- Lieferung auch ohne Zertifizierungsauftrag
Lernen Sie unser Team kennen
Auditoren, Consultants und Energieberater mit eigenen Zulassungen, jeweils mit Namen und Zuständigkeit.
Typische Herausforderungen
Überhitzung entsteht im Entwurf, nicht erst im Betrieb.
| Was dabei passiert | Unser Vorgehen |
|---|---|
| Große Glasflächen | |
| Hohe Glasanteile verbessern Licht und Aussicht, erhöhen aber die solaren Lasten. | Varianten zu Glasanteil und Sonnenschutz mit demselben Modell wie das Tageslicht. |
| Pauschale Annahmen | |
| Das vereinfachte Verfahren liegt oft auf der sicheren Seite und führt zu teuren Maßnahmen. | Dynamische Simulation zeigt, was wirklich nötig ist. |
| Simulation erst am Ende | |
| Nach der Ausführungsplanung lassen sich Fassade und Verschattung kaum noch ändern. | Erste Simulation im Vorentwurf. |
Wichtige Infos
Die wichtigsten Begriffe zur thermischen Simulation. Weitere stehen im Glossar.
DIN 4108-2
Norm für den Mindestwärmeschutz, einschließlich des sommerlichen Wärmeschutzes.
Übertemperaturgradstunden
Summe der Überschreitung der Bezugstemperatur über das Jahr, in Kelvinstunden.
Sommerklimaregion
Einteilung Deutschlands in Regionen mit eigener Bezugstemperatur.
Solare Lasten
Wärmeeintrag durch Sonne über Fenster und Fassade.
Speichermasse
Bauteile, die Wärme aufnehmen und zeitversetzt abgeben.
Nachtlüftung
Kühlung des Gebäudes durch Lüften in den kühlen Nachtstunden.
Thermischer Komfort
Das Kriterium in DGNB und BNB, in das die Simulation einfließt.
Dynamische Simulation
Rechnung in Stundenschritten über ein ganzes Jahr.
Häufige Fragen
Kurze Antworten zur thermischen Simulation.
Was weist eine thermische Simulation nach?
Ob Räume im Sommer überhitzen, gemessen in Übertemperaturgradstunden nach DIN 4108-2.
Welche Anforderungswerte gelten?
Für Wohngebäude 1.200, für Nichtwohngebäude 500 Kelvinstunden im Jahr.
Wann ist eine Simulation statt des vereinfachten Verfahrens sinnvoll?
Bei großen Glasflächen, besonderen Nutzungen, Zertifizierungen oder wenn das vereinfachte Verfahren zu teuren Maßnahmen führt.
Kann ich die thermische Simulation einzeln beauftragen?
Ja, auch ohne Zertifizierungsauftrag, etwa für die Genehmigung oder als Zulieferung für ein Planungsbüro.
Wie lange dauert eine thermische Simulation?
Je nach Projektgröße und Datenlage zwei bis sechs Wochen.