DGNB Ökobilanz
Die Ökobilanz ist Pflichtbestandteil jeder DGNB Zertifizierung. Wir bilanzieren Ihr Gebäude nach den Regeln der DGNB und messen das Ergebnis an den Benchmarks des Systems, früh genug, um Konstruktion und Materialien noch zu beeinflussen.
Im DGNB System gehört die Ökobilanz des Gebäudes zur ökologischen Qualität. Bewertet werden vor allem Treibhauspotenzial und Primärenergiebedarf über einen Betrachtungszeitraum von 50 Jahren, verglichen mit den Benchmarks, die die DGNB für die jeweilige Nutzung vorgibt.
Wir rechnen nach DIN EN 15978 mit Ökobaudat und Umweltproduktdeklarationen und liefern das Ergebnis direkt in der Form, die die DGNB Zertifizierung verlangt. Soll zusätzlich das QNG erreicht werden, rechnen wir die QNG Ökobilanz aus derselben Datenbasis.
50 Jahre
Betrachtungszeitraum der Ökobilanz
50+
erstellte Ökobilanzen nach DIN EN 15978
1 Woche
bis zu den ersten Ergebnissen
Pflicht in
jedem Verfahren
Teil der ökologischen Qualität
Navigation
Die Leistung
Bilanzierung vollständig im Haus, von der Mengenermittlung bis zum einreichfähigen Nachweis.
Wir erfassen die Mengen aus Planung oder Leistungsverzeichnis, ordnen sie Datensätzen der Ökobaudat oder produktspezifischen Umweltproduktdeklarationen zu und berechnen die Umweltwirkungen über die Lebenszyklusphasen. Hinzu kommt der Energiebedarf im Betrieb aus dem Energiekonzept.
Das Ergebnis vergleichen wir mit dem Benchmark der DGNB. Daraus ergibt sich die Bewertung des Kriteriums und damit ein Beitrag zum Gesamterfüllungsgrad. Weil die Ökobilanz stark gewichtet ist, lohnt sich die Optimierung meist mehr als bei vielen anderen Kriterien.
Das macht unsere DGNB Ökobilanz aus:
- Erste Bilanz im Vorentwurf, solange Konstruktion und Materialien offen sind
- Varianten mit Delta zur Ausgangsbilanz statt einer Abschlusszahl
- Abstimmung mit Energiekonzept und Lebenszykluskosten
- Nachweis direkt in der vom DGNB System verlangten Form
Einordnung
Die DGNB Ökobilanz hängt eng mit anderen Kriterien und Systemen zusammen.
| Bezug | Zusammenhang |
|---|---|
| Energiekonzept | Der Energiebedarf im Betrieb fließt in die Ökobilanz ein, Änderungen am Konzept verändern das Ergebnis. |
| Lebenszykluskosten | Dieselben Mengen und Nutzungsdauern bilden die Grundlage der Lebenszykluskosten. |
| QNG | Für das QNG gelten eigene Rechenregeln und Grenzwerte, die Daten lassen sich weiterverwenden. |
| EU-Taxonomie | Das Treibhauspotenzial im Lebenszyklus wird für größere Neubauten auch in der EU-Taxonomie verlangt. |
Schnell zu Ihrer DGNB Ökobilanz
Der Aufwand hängt von Gebäudetyp, Größe, Datenlage und Zielsystem ab. Ein festes Angebot nennen wir, sobald diese Angaben vorliegen, die erste Einschätzung im Erstgespräch ist kostenlos.
Ablauf
Fünf Schritte von der ersten Mengenermittlung bis zum Nachweis für die Zertifizierung.
Je früher wir einsteigen, desto mehr lässt sich das Ergebnis noch beeinflussen.
-
01 Datenerhebung
Mengenermittlung aus Planung und Leistungsverzeichnis, Zuordnung der Bauteile und Materialien.
-
02 Modellierung
Zuordnung von Ökobaudat-Datensätzen und Umweltproduktdeklarationen, Übernahme des Energiebedarfs aus dem Energiekonzept.
-
03 Berechnung
Treibhauspotenzial, Primärenergie und weitere Wirkungen über 50 Jahre.
-
04 Benchmark und Optimierung
Vergleich mit dem DGNB Benchmark, Durchrechnung von Varianten mit Delta zur Ausgangsbilanz.
-
05 Nachweis
Dokumentation in der Form, die das DGNB System verlangt, zur Einreichung in der Zertifizierung.
Ihre Experten
Zugelassen für die QNG-Ökobilanz, mit Erfahrung aus über 50 Bilanzen.
Wir erstellen Ökobilanzen seit über zehn Jahren, lange bevor das QNG eingeführt wurde, und kennen die typischen Stellschrauben im DGNB Verfahren.
Weil Zertifizierung und Ökobilanz bei uns im Haus liegen, fließen die Ergebnisse direkt in Variantenentscheidungen ein und nicht erst in die Dokumentation.
Das bringt Ihnen diese Erfahrung:
- Herausforderungen früh erkennen, statt sie erst im Nachweis zu entdecken
- Optimierungsstrategien, die auf ihr Kosten-Nutzen-Verhältnis geprüft sind
- Wissen aus über 50 abgeschlossenen Ökobilanzen unterschiedlichster Gebäudetypen
- Ökobilanz und Zertifizierung aus derselben Datenbasis
Lernen Sie unser Team kennen
Auditoren, Consultants und Energieberater mit eigenen Zulassungen, jeweils mit Namen und Zuständigkeit.
Typische Herausforderungen
Eine DGNB Ökobilanz scheitert selten an der Methodik, sondern am Zeitpunkt und an den Daten.
| Was dabei passiert | Unser Vorgehen |
|---|---|
| Späte Beauftragung | |
| Nach der Ausführungsplanung sind Konstruktion und Materialien festgelegt. Die Bilanz kann nur noch dokumentieren. | Einstieg spätestens im Vorentwurf, Materialentscheidungen werden begleitet. |
| Energiekonzept ändert sich | |
| Ändert sich die Anlagentechnik, verschiebt sich das Ergebnis, oft ohne dass es jemand merkt. | Feste Abstimmungspunkte mit dem Energiekonzept und Neuberechnung bei Änderungen. |
| Datenlücken bei Bauteilen | |
| Fehlende Angaben zu Aufbauten verzögern die Berechnung, wenn sie erst am Ende auffallen. | Frühe Rückfragen und dokumentierte Standardannahmen, wo Details noch fehlen. |
| Kein Blick auf den Benchmark | |
| Eine Zahl ohne Vergleich sagt nichts darüber, wie viele Punkte das Kriterium bringt. | Jede Variante wird direkt gegen den Benchmark eingeordnet. |
Wichtige Infos
Die wichtigsten Begriffe zur DGNB Ökobilanz. Weitere stehen im Glossar.
DIN EN 15978
Die Norm für die Ökobilanz von Gebäuden, mit Systemgrenzen und Berechnungsregeln.
Benchmark
Der Vergleichswert der DGNB für die jeweilige Nutzung, an dem das Ergebnis gemessen wird.
Betrachtungszeitraum
Die Ökobilanz rechnet über 50 Jahre, inklusive Austausch von Bauteilen in dieser Zeit.
Treibhauspotenzial
Alle klimawirksamen Emissionen in CO2-Äquivalent, die zentrale Kennzahl der Bilanz.
Primärenergie
Der Bedarf an nicht erneuerbarer und erneuerbarer Primärenergie über den Lebenszyklus.
Ökobaudat
Die Datenbank des Bundes mit generischen Umweltdaten für Baustoffe.
Umweltproduktdeklaration
Herstellerspezifische Umweltdaten eines Bauprodukts nach DIN EN 15804.
Ökologische Qualität
Die Qualität im DGNB System, zu der die Ökobilanz gehört, mit hohem Gewicht im Gesamtergebnis.
Häufige Fragen
Kurze Antworten zur DGNB Ökobilanz.
Ist die Ökobilanz in jeder DGNB Zertifizierung Pflicht?
Ja. Die Ökobilanz des Gebäudes gehört zur ökologischen Qualität und wird in jedem Verfahren bewertet.
Über welchen Zeitraum rechnet die DGNB Ökobilanz?
Über 50 Jahre. Darin enthalten sind Herstellung, Austausch von Bauteilen, Betrieb und Lebensende.
Woran wird das Ergebnis gemessen?
An den Benchmarks, die die DGNB für die jeweilige Nutzung vorgibt. Je besser das Ergebnis gegenüber dem Benchmark, desto mehr Punkte bringt das Kriterium.
Kann ich die DGNB Ökobilanz auch für das QNG nutzen?
Die Daten ja, die Rechnung nicht unverändert. Das QNG hat eigene Rechenregeln und Grenzwerte, wir rechnen beide aus derselben Datenbasis.
Wann sollte die DGNB Ökobilanz starten?
Spätestens im Vorentwurf. Dann lassen sich Konstruktion und Materialien noch beeinflussen.
Wie lange dauert die Bilanz?
Bei vollständigen Mengen und Plänen rechnen wir mit einer Woche bis zum ersten belastbaren Ergebnis.