BNB Zertifizierung
Das Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen ist für Bundesbauten verbindlich. Wir begleiten die Bewertung als BNB Koordinator, mit Ökobilanz, Lebenszykluskosten und allen Nachweisen aus einer Hand.
Das Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen bewertet Gebäude des Bundes über den gesamten Lebenszyklus. Methodisch ist es eng mit der DGNB verwandt, es gibt aber eigene Module, eigene Benchmarks und eigene Verfahrensregeln.
Länder, Kommunen und andere öffentliche Bauherren wenden das BNB freiwillig an. Wir übernehmen die Koordination der Bewertung, die BNB Ökobilanz, die Lebenszykluskosten und die Verbindung mit der QNG Zertifizierung, wenn gefördert gebaut wird.
80 %
Gesamterfüllungsgrad für BNB Gold
3
Stufen, Bronze, Silber und Gold
100+
begleitete Projekte in Zertifizierung und Beratung
Verbindlich für
Bundesbauten
freiwillig für Länder und Kommunen
Navigation
Was ist das BNB
Das Bewertungssystem des Bundes für nachhaltige Gebäude, mit eigenen Modulen je Gebäudeart und Bauaufgabe.
Das BNB bewertet ökologische, ökonomische, soziokulturelle und funktionale sowie technische Qualität, dazu Prozess und Standortmerkmale. Es gibt eigene Module für Büro- und Verwaltungsgebäude im Neubau, für die Komplettmodernisierung, für Außenanlagen und für weitere Gebäudearten wie Unterrichtsgebäude.
Wie bei der DGNB ist die Ökobilanz fester Bestandteil der Bewertung. Der wesentliche Unterschied liegt in den Benchmarks, an denen das Ergebnis gemessen wird, und im öffentlichen Verfahren, in dem die Bewertung geprüft wird.
| Stufe | Gesamterfüllungsgrad |
|---|---|
| Gold | ab 80 Prozent |
| Silber | ab 65 Prozent |
| Bronze | ab 50 Prozent |
BNB oder DGNB
Beide Systeme haben dieselben Wurzeln. Welches gilt, entscheidet vor allem der Bauherr.
| Merkmal | BNB | DGNB |
|---|---|---|
| Herausgeber | Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen | Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen |
| Anwendung | Bundesbauten verbindlich, öffentliche Bauherren freiwillig | Private und öffentliche Bauherren |
| Stufen | Bronze, Silber, Gold | Silber, Gold, Platin, im Bestand Bronze |
| Ökobilanz | Pflichtbestandteil, eigene Benchmarks | Pflichtbestandteil, eigene Benchmarks |
| QNG | Möglich, setzt auf die BNB Bewertung auf | Möglich, setzt auf die DGNB Zertifizierung auf |
Kosten-Nutzen statt Pauschalpreis
Der Aufwand hängt von Modul, Größe, Zielstufe und Nachweisumfang ab. Für öffentliche Auftraggeber beschreiben wir die Leistung so, dass sie sich in Vergabeverfahren klar abgrenzen lässt.
Ablauf
Im öffentlichen Bau ist der Zeitplan oft lang und die Zahl der Beteiligten groß. Eine frühe Festlegung der Ziele erspart spätere Umplanung.
Ein fester Ansprechpartner begleitet alle fünf Schritte, bis zur Klärung der Rückfragen in der Prüfung.
-
01 Erstgespräch
Wir klären Bauherr, Nutzung und Bauaufgabe, wählen das passende Modul und legen die Zielstufe fest.
-
02 Vorbewertung
Eine erste Bewertung zeigt, welche Stufe erreichbar ist und welche Kriterien besondere Aufmerksamkeit brauchen.
-
03 Planungsbegleitung
Ökobilanz, Lebenszykluskosten und Konzepte werden in die Planung integriert, Anforderungen gehen in die Leistungsbeschreibungen ein.
-
04 Dokumentation und Prüfung
Wir stellen die Nachweise zusammen und begleiten die Prüfung der Bewertung bis zur Klärung aller Rückfragen.
-
05 Abschluss
Das Projekt erhält seine Bewertungsstufe, die Dokumentation bleibt für Betrieb und Berichtspflichten nutzbar.
BNB Koordinator
Für die Bewertung nach BNB braucht es eine qualifizierte Koordination.
Der BNB Koordinator steuert die Bewertung, stimmt die Nachweise mit Bauherr und Planern ab und stellt die Dokumentation für die Prüfung zusammen. Bei uns liegt diese Rolle im Haus, zusammen mit Auditoren für DGNB und Sachverständigen für nachhaltiges Bauen.
Weil BNB und DGNB methodisch eng verwandt sind, bringen wir die Erfahrung aus beiden Systemen ein. Das hilft besonders bei Projekten, in denen öffentliche und private Bauherren zusammenkommen.
Das bringt Ihnen diese Aufstellung:
- Ein Ansprechpartner für die gesamte Bewertung
- Ökobilanz und Lebenszykluskosten aus demselben Datenmodell
- Erfahrung mit Anforderungen öffentlicher Auftraggeber
- Verbindung mit QNG, wenn gefördert gebaut wird
Lernen Sie unser Team kennen
Auditoren, Consultants und Energieberater mit eigenen Zulassungen, jeweils mit Namen und Zuständigkeit.
Typische Herausforderungen
Eine BNB Bewertung scheitert selten am Ziel, sondern an Zuständigkeiten und Zeitpunkten. Fünf Punkte verursachen den größten Teil des vermeidbaren Aufwands.
| Was dabei passiert | Unser Vorgehen |
|---|---|
| Ziele kommen zu spät | |
| Wird die Zielstufe erst nach der Entwurfsplanung festgelegt, lassen sich viele Kriterien nur noch dokumentieren, nicht mehr beeinflussen. | Festlegung von Modul und Zielstufe vor Beginn der Entwurfsplanung. |
| Anforderungen fehlen in der Ausschreibung | |
| Was nicht in der Leistungsbeschreibung steht, liefert kein Unternehmen nach. Nachweise zu Bauprodukten fehlen dann bei der Dokumentation. | Wir formulieren die nachweisrelevanten Anforderungen für die Vergabe mit. |
| Ökobilanz ohne Benchmark-Blick | |
| Wird die Ökobilanz erst am Ende gerechnet, zeigt sich zu spät, wie das Ergebnis gegenüber dem Benchmark abschneidet. | Erste Bilanz im Vorentwurf, Varianten werden gegen den Benchmark geprüft. |
| Viele Beteiligte, viele Formate | |
| Nachweise verschiedener Planer liegen in unterschiedlicher Form vor und müssen für die Prüfung erst vereinheitlicht werden. | Ökobilanz, Lebenszykluskosten und Konzepte entstehen intern, in einem Datenmodell. |
| Datenlage im Bestand | |
| Bei der Komplettmodernisierung fehlen oft Angaben zu Bestandsbauteilen und Materialien. | Frühe Bestandsaufnahme und dokumentierte Annahmen, wo Detailangaben fehlen. |
Unsere Leistungen in der BNB Bewertung
Alle Bausteine der Bewertung aus einer Hand. Weitere Begriffe erklärt das Glossar.
Koordination
Steuerung der Bewertung, Abstimmung mit Bauherr und Planern und Zusammenstellung der Dokumentation.
Vorbewertung
Einordnung von Modul und Zielstufe, Ergebnis sind die Kriterien mit dem größten Hebel.
Ökobilanz
Bilanzierung nach den Regeln des BNB, gemessen an den Benchmarks des Systems.
Lebenszykluskosten
Barwertvergleich der Varianten über den Betrachtungszeitraum, Pflichtbestandteil der ökonomischen Qualität.
Konzepte
Energie-, Monitoring- und Barrierefreiheitskonzept sowie weitere Fachkonzepte nach den Kriterien des BNB.
Simulationen
Tageslicht und sommerlicher Wärmeschutz als Nachweis für Komfort und Behaglichkeit.
Vergabe
Formulierung der nachweisrelevanten Anforderungen für Leistungsbeschreibungen und Ausschreibungen.
QNG
Aufsetzen des Qualitätssiegels Nachhaltiges Gebäude auf die BNB Bewertung, wenn gefördert gebaut wird.
Häufige Fragen
Typische Fragen zur BNB Bewertung. Bei konkreten Projektanfragen klären wir Details im Erstgespräch.
Was ist das BNB?
Das Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen des Bundes. Es bewertet Gebäude über den gesamten Lebenszyklus und vergibt je nach Gesamterfüllungsgrad die Stufen Bronze, Silber oder Gold.
Für wen ist das BNB verbindlich?
Für Bauvorhaben des Bundes. Länder, Kommunen und andere öffentliche Bauherren können es freiwillig anwenden.
Welche Stufen gibt es beim BNB?
Gold ab 80, Silber ab 65 und Bronze ab 50 Prozent Gesamterfüllungsgrad.
Was macht ein BNB Koordinator?
Er steuert die Bewertung, stimmt die Nachweise mit Bauherr und Planern ab und stellt die Dokumentation für die Prüfung zusammen.
Was ist der Unterschied zwischen BNB und DGNB?
Beide Systeme haben gemeinsame Wurzeln und eine ähnliche Methodik. Das BNB ist das System des Bundes mit eigenen Modulen und Benchmarks, die DGNB das System eines privaten Vereins für alle Bauherren.
Lässt sich das QNG auch mit dem BNB nachweisen?
Ja. Das Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude kann auf eine BNB Bewertung aufsetzen. Damit steht auch öffentlichen Bauherren der Weg in die höhere Förderstufe offen.
Ist die Ökobilanz beim BNB Pflicht?
Ja. Die Ökobilanz ist fester Bestandteil der ökologischen Qualität und wird an den Benchmarks des BNB gemessen.
Wann sollte die BNB Bewertung starten?
Spätestens mit Beginn der Entwurfsplanung. Dann lassen sich Ziele, Leistungsbeschreibungen und Materialwahl noch auf die Kriterien ausrichten.