Nachhaltigkeits-, Energie- und Förderberatung: Zertifizierung, Simulation, Ökobilanz und Förderung für Ihr Projekt
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Ökobilanz nach DIN EN 15978 für DGNB, BNB, QNG und LEED

Ökobilanz für Gebäude

Treibhauspotenzial und Primärenergiebedarf über den gesamten Lebenszyklus, nach DIN EN 15978 und den Regeln des jeweiligen Zielsystems, mit Ökobaudat und Umweltproduktdeklarationen.

Die Ökobilanz, auch LCA oder Lebenszyklusanalyse, bewertet die Umweltwirkungen eines Gebäudes von der Herstellung der Baustoffe über Errichtung und Nutzung bis zu Rückbau und Entsorgung. Sie ist Pflichtbestandteil bei der DGNB Zertifizierung und bei BNB, Fördervoraussetzung bei QNG und punktrelevant bei LEED und BREEAM.

Ein Schwerpunkt liegt auf der QNG-Ökobilanz für die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), für Wohn- und Nichtwohngebäude gleichermaßen, in Neubau und Sanierung. Als Energie-Effizienz-Experte nutzen wir dafür die Zusatzqualifikation als zugelassener Ökobilanzexperte, sodass Förderantrag und Ökobilanz aus einer Hand kommen. Wir erstellen die Bilanz auch ohne begleitende Zertifizierung, für die interne Materialentscheidung oder als Nachweis gegenüber Investoren.

50+

erstellte Ökobilanzen nach DIN EN 15978

1 Woche

bis zu den ersten Ergebnissen

4

Systeme mit Bezug zur Ökobilanz, DGNB, QNG, LEED, BNB

Zugelassener
Ökobilanzexperte

für QNG und die Förderung effizienter Gebäude

Die Leistung

Wir bilanzieren Ihr Gebäude vollständig im Haus, von der ersten Mengenermittlung bis zum einreichfähigen Bericht, ohne externe Zulieferer.

Grafik: Kreislauf der Ökobilanz von A1 bis C4 und Modul D, quadratisch, mindestens 800 mal 800, oekobilanz-lebenszyklus-a1-c4.webp

Die Ökobilanz rechnet Baustoffe, Bauteile und technische Anlagen in Umweltwirkungen um, insbesondere Treibhauspotenzial (GWP) und nicht erneuerbaren Primärenergiebedarf (PENRT). Grundlage sind die Mengen aus Planung oder Leistungsverzeichnis, zugeordnet zu Datensätzen der Ökobaudat oder zu produktspezifischen Umweltproduktdeklarationen (EPD) nach DIN EN 15804.

Das Ergebnis weisen wir je Quadratmeter Bruttogrundfläche und Jahr aus, in der Bezugsgröße, die Ihr Zielsystem verlangt. So lässt sich die Bilanz direkt für DGNB, QNG, LEED, BREEAM oder BNB einreichen, ohne nachträgliche Umrechnung.

Das macht unsere Ökobilanz aus:

  • Eigene Ökobilanz-Experten im Haus, mit EEE-Zusatzqualifikation, keine externen Gutachter nötig
  • Berechnung wahlweise nach DGNB-, BNB-, QNG- oder LEED-Methodik, ohne Mehrfachaufwand bei Doppelzertifizierung
  • Laufender Zugriff auf Ökobaudat und marktübliche Umweltproduktdeklarationen (EPD)
  • Optimierungsschleifen mit Alternativvarianten und Delta-Betrachtung, nicht nur eine Abschlusszahl
  • Ergebnis direkt in der vom Zielsystem geforderten Bezugsgröße, einreichfähig ohne Umrechnung
  • Auf Wunsch Verzahnung mit Lebenszykluskosten und EU-Taxonomie aus derselben Datenbasis

Relevanz bei Zertifizierung

Jedes System bewertet die Ökobilanz anders, von der Pflichtvoraussetzung bis zur punktrelevanten Zusatzleistung.

Einordnung je System
System Status Phase und Bemerkung
DGNB Pflichtbestandteil Ökologische Qualität, Start spätestens Vorentwurf
BNB Pflichtbestandteil Ökologische Qualität, analog zur DGNB-Methodik
QNG Pflichtnachweis für die BEG-Förderung Eigene Rechenregeln, Wohn- und Nichtwohngebäude, Grenzwerte für Plus und Premium in Neubau und Sanierung
LEED Punktrelevant Kategorie Materials and Resources, Whole-Building-LCA
BREEAM Punktrelevant Kategorie Materials, Life Cycle Assessment als Zusatzleistung

Neue Grundlage: DIN SPEC 91606

Seit Juli 2026 gibt es in Deutschland einheitliche Regeln dafür, wie die Ökobilanz eines Gebäudes gerechnet und dargestellt wird.

Die DIN SPEC 91606:2026-07, Angewandte Ökobilanzierung für Bauwerke, legt Datengrundlagen, Rechenregeln und die Darstellung der Ergebnisse fest. Das Gebäudemodernisierungsgesetz verweist auf sie als technische Regel für die Ermittlung der Treibhausgasemissionen im Lebenszyklus und setzt damit die Vorgabe der EU-Gebäuderichtlinie um.

Das bedeutet für Ihr Projekt:

  • Die Ökobilanz wird für Neubauten schrittweise zur gesetzlichen Pflicht, unabhängig von Zertifizierung oder Förderung.
  • Das Ergebnis wird im Energieausweis ausgewiesen.
  • Einen Grenzwert schreibt das Gesetz noch nicht vor, berechnet und berichtet werden muss trotzdem.
  • Eine Ökobilanz für DGNB oder QNG liefert bereits die Mengen und Daten, auf denen auch die gesetzliche Berechnung aufsetzt.

07/2026

DIN SPEC 91606 veröffentlicht, einheitliche Regeln für die Ökobilanz von Gebäuden

01.01.2028

Berechnungs- und Berichtspflicht für Neubauten mit mehr als 1.000 m² Nutzfläche

01.01.2030

Berechnungs- und Berichtspflicht für alle Neubauten

Quelle: GModG-Infoportal des BBSR. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist die geltende Fassung von Gesetz und Norm.

Schnell zu Ihrer QNG-Ökobilanz

Der Entscheidernachweis für Förderungen und Zertifizierungen, Gebäudetyp und Zielsystem kurz schildern.

Ablauf

Fünf Schritte von der ersten Mengenermittlung bis zum einreichfähigen Bericht, mit festem Ansprechpartner.

Je früher wir einsteigen, desto mehr lässt sich das Ergebnis noch über Material und Konstruktion beeinflussen.

  1. 01 Datenerhebung

    Mengenermittlung aus Planung und Leistungsverzeichnis, Zuordnung der Bauteile und Materialien.

  2. 02 Modellierung

    Zuordnung von Ökobaudat-Datensätzen und Umweltproduktdeklarationen zu den erhobenen Mengen.

  3. 03 Berechnung

    Berechnung von Treibhauspotenzial, Primärenergiebedarf und weiteren Wirkkategorien über den Lebenszyklus.

  4. 04 Auswertung und Optimierung

    Identifikation der Hotspots und Durchrechnung von Alternativvarianten mit Delta zur Ausgangsbilanz.

  5. 05 Bericht und Einreichung

    Dokumentation in der vom System geforderten Form, zur direkten Einreichung bei der Zertifizierungsstelle.

Ihre Experten

Zertifiziert für die QNG-Ökobilanz, mit Erfahrung, die weit über die Förderrichtlinie hinausgeht.

Foto: Ökobilanzexperte bei der Mengenauswertung am Bildschirm, quadratisch, mindestens 800 mal 800, oekobilanz-experte-auswertung.webp

Unser Team verfügt über die Zusatzqualifikation als zugelassener Ökobilanzexperte, die Voraussetzung für die QNG-Ökobilanz in geförderten BEG-Projekten. Diese Zulassung ist der formale Nachweis, unsere eigentliche Stärke liegt aber in der Praxis dahinter.

Wir erstellen Ökobilanzen bereits seit über zehn Jahren, lange bevor es die QNG-Rechenregeln überhaupt gab. In dieser Zeit haben wir gesehen, wo Projekte typischerweise an ihre Grenzwerte stoßen und welche Stellschrauben tatsächlich wirken.

Das bringt Ihnen diese Erfahrung:

  • Herausforderungen früh erkennen, statt sie erst im Nachweis zu entdecken
  • Optimierungsstrategien, die auf ihr Kosten-Nutzen-Verhältnis geprüft sind
  • Wissen aus über 50 abgeschlossenen Ökobilanzen unterschiedlichster Gebäudetypen
  • Beratung, die Förderfähigkeit und Baukosten gemeinsam betrachtet

Lernen Sie unser Team kennen

Auditoren, Consultants und Energieberater mit eigenen Zulassungen, jeweils mit Namen und Zuständigkeit.

Referenzprojekte

Zwei Projekte mit vollständiger Ökobilanzierung, aus über 50 bislang erstellten Bilanzen. Weitere Vorhaben zeigen wir unter Projekte und Referenzen.

Projektfoto: Bürogebäude in Frankfurt am Main, quer, mindestens 1600 mal 900, referenz-buerogebaeude-frankfurt-oekobilanz.webp
Bürogebäude in Frankfurt am Main, DGNB Gold, mit vollständiger Ökobilanz
Projektfoto: Wohnquartier in Wiesbaden, quer, mindestens 1600 mal 900, referenz-wohnquartier-wiesbaden-qng-oekobilanz.webp
Wohnquartier in Wiesbaden, QNG Plus, Ökobilanz nach QNG-Rechenregeln

Typische Herausforderungen

Eine Ökobilanz scheitert selten an der Methodik, sondern an der Organisation. Fünf Punkte verursachen in der Praxis den größten Teil des vermeidbaren Aufwands.

Wo Aufwand entsteht und was wir anders machen
Was dabei passiert Unser Vorgehen
Späte Beauftragung
Nach der Ausführungsplanung sind Konstruktion und Materialien festgelegt. Die Bilanz kann nur noch dokumentieren, nicht mehr verbessern. Einstieg spätestens im Vorentwurf, Materialentscheidungen werden begleitet statt nur festgehalten.
Datenlücken bei Bauteilen
Fehlende Angaben zu Aufbauten oder Materialien verzögern die Berechnung, wenn sie erst am Ende auffallen. Frühe Rückfragen und Standardszenarien nach Ökobaudat, wo Detailangaben noch fehlen.
EPDs fehlen für Sonderprodukte
Für nicht alltägliche Produkte liegt oft keine herstellerspezifische Umweltproduktdeklaration vor. Konservative generische Ökobaudat-Datensätze als geprüfte Rückfalloption.
Falsche Bezugsgröße
Ergebnisse in der falschen Bezugsgröße müssen für die Einreichung nachträglich umgerechnet werden. Berechnung direkt in der vom Zielsystem geforderten Bezugsgröße, ohne Umweg.
Ergebnis ohne Optimierungsschleife
Eine reine Zahl am Projektende hilft niemandem mehr, wenn keine Alternative mehr möglich ist. Alternativvarianten mit Delta zur Ausgangsbilanz, solange die Planung noch offen ist.

Wichtige Infos

Die wichtigsten Normen, Datenquellen und Begriffe rund um die Ökobilanz, verständlich erklärt. Weitere Begriffe stehen im Glossar.

DIN EN 15978

Die zentrale Norm für die Ökobilanzierung von Gebäuden. Sie legt die Systemgrenzen, die Bezugseinheiten und die Berechnungsregeln fest, nach denen alle Umweltwirkungen über den gesamten Lebenszyklus ermittelt werden. Ohne diese Norm wären Ergebnisse verschiedener Gutachter nicht vergleichbar.

Ökobaudat

Die bundesweite Datenbank des BMWSB mit generischen Umweltdaten für Baustoffe, Bauprozesse und Energieträger. Sie ist die verbindliche Datenquelle für QNG-Ökobilanzen und liefert die Werte, wenn keine produktspezifische EPD vorliegt.

Umweltproduktdeklaration

Ein herstellerspezifischer Nachweis der Umweltwirkungen eines konkreten Bauprodukts, erstellt nach DIN EN 15804, der Norm für Umweltproduktdeklarationen. EPDs liefern genauere Werte als generische Datensätze und verbessern damit häufig das Ergebnis der Ökobilanz.

Treibhauspotenzial

Das Global Warming Potential fasst alle klimawirksamen Emissionen eines Gebäudes in CO2-Äquivalenten zusammen. Es ist die zentrale Kennzahl der Ökobilanz und die Grundlage für die QNG-Grenzwerte in Neubau und Sanierung.

Primärenergiebedarf

Der nicht erneuerbare Primärenergiebedarf, kurz PENRT, ist die zweite zentrale Kennzahl der Ökobilanz. Er bewertet den Ressourcenverbrauch über den gesamten Lebenszyklus und fließt ebenfalls in die QNG-Rechenregeln ein.

Lebenszyklusphasen A1 bis C4

Herstellung, Errichtung, Nutzung, Instandhaltung, Rückbau und Entsorgung werden in der Ökobilanz einzeln ausgewiesen. So wird sichtbar, in welcher Phase die größten Umweltwirkungen entstehen und wo sich Optimierung am meisten lohnt.

QNG-Rechenregeln

Eigene Grenzwerte und Berechnungsvorgaben des Qualitätssiegels Nachhaltiges Gebäude, getrennt für Wohn- und Nichtwohngebäude sowie für die BEG-Förderstufen Plus und Premium in Neubau und Sanierung.

BEG-Förderung

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude verlangt für die Stufen Plus und Premium eine QNG-Ökobilanz als Pflichtnachweis. Ohne sie ist keine Förderzusage möglich, unabhängig von Gebäudetyp oder Bauweise.

Häufige Fragen

Kurze Antworten rund um die Ökobilanz. Bei konkreten Projektanfragen klären wir Details im Erstgespräch.

Was ist eine Ökobilanz nach DIN EN 15978?

Die Ökobilanz, auch LCA oder Lebenszyklusanalyse, bewertet die Umweltwirkungen eines Gebäudes über den gesamten Lebenszyklus, von der Herstellung der Baustoffe über Errichtung und Nutzung bis zu Rückbau und Entsorgung. DIN EN 15978 legt Systemgrenzen und Berechnungsregeln fest.

Wann sollte die Ökobilanz starten?

Am wirtschaftlichsten ist der Einstieg in der Vorentwurfsphase. Dann lassen sich Konstruktion und Materialwahl noch anpassen. Startet die Bilanz erst nach der Ausführungsplanung, dokumentiert sie nur noch, ohne das Ergebnis zu verbessern.

Welche Zertifizierungssysteme verlangen eine Ökobilanz?

DGNB und BNB führen die Ökobilanz als Pflichtbestandteil der ökologischen Qualität. QNG verlangt sie für die Förderstufe nach eigenen Rechenregeln. LEED bewertet sie punktrelevant in der Kategorie Materials and Resources, BREEAM in der Kategorie Materials.

Wovon hängt der Aufwand einer Ökobilanz ab?

Vom Gebäudetyp, von der Bruttogrundfläche, von der Qualität der vorliegenden Mengen und von der geforderten Detailtiefe des Zielsystems. Ein konkretes Angebot nennen wir, sobald diese vier Angaben vorliegen, im Erstgespräch kostenlos.

Wie lange dauert eine Ökobilanz?

Bei vollständigen Mengen und Plänen rechnen wir mit einer Woche bis zum ersten belastbaren Ergebnis. Fehlen Daten zu einzelnen Bauteilen, verlängert sich die Bearbeitung um die Zeit der Rückfragen.

Was ist der Unterschied zwischen Ökobilanz und Energieausweis?

Der Energieausweis bewertet ausschließlich den Energiebedarf im Betrieb. Die Ökobilanz betrachtet zusätzlich Herstellung, Instandhaltung und Rückbau und bildet damit den gesamten Lebenszyklus ab, nicht nur die Nutzungsphase.

Kann ich die Ökobilanz auch ohne Zertifizierung beauftragen?

Ja. Planungsbüros und Bauherren beauftragen die Ökobilanz bei uns auch einzeln, etwa für die interne Materialentscheidung, für ein Förderverfahren oder als Nachweis gegenüber Investoren, ohne dass wir die Auditorenrolle übernehmen.

In welcher Form erhalte ich das Ergebnis?

Sie erhalten einen dokumentierten Bericht mit Treibhauspotenzial und nicht erneuerbarem Primärenergiebedarf je Quadratmeter und Jahr, in der vom jeweiligen System geforderten Bezugsgröße und direkt einreichfähig.

Erstellen Sie die Ökobilanz auch für BEG-Förderprojekte nach QNG?

Ja, das ist unser Schwerpunkt. Wir rechnen nach den QNG-Rechenregeln für Wohn- und Nichtwohngebäude, in Neubau und Sanierung, und liefern die Bilanz direkt in der für die BEG-Förderung geforderten Form.

Was ist ein zugelassener Ökobilanzexperte?

Das ist eine Zusatzqualifikation zum Energie-Effizienz-Experten, gelistet für die Erstellung von Ökobilanzen im Rahmen der BEG-Förderung. Sie ist Voraussetzung dafür, die QNG-Ökobilanz für ein gefördertes Projekt verbindlich einreichen zu dürfen.