QNG Zertifizierung
Das QNG ist das staatliche Siegel für nachhaltige Gebäude und Voraussetzung für die höhere Förderstufe im klimafreundlichen Neubau. Es setzt auf eine Zertifizierung nach DGNB oder BNB auf, wir führen beides aus einer Hand.
Das Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen ist kein eigenes Bewertungssystem. Es wird über eine akkreditierte Zertifizierungsstelle vergeben, die ein registriertes Bewertungssystem wie die DGNB oder das BNB anwendet, und verlangt darüber hinaus besondere Anforderungen.
Es gibt zwei Anforderungsniveaus, Plus und Premium. Wir verbinden die Zertifizierung mit der Ökobilanz nach QNG-Rechenregeln und der Energieberatung, damit Siegel und Förderantrag zusammenpassen. Die Förderkonditionen nennen KfW und BAFA.
24 kg
CO2-Äquivalent je m² und Jahr, Grenzwert QNG Plus für Wohngebäude
20 kg
CO2-Äquivalent je m² und Jahr, Grenzwert QNG Premium für Wohngebäude
2
Anforderungsniveaus, Plus und Premium
Nur mit
Bewertungssystem
als Zusatz zu DGNB oder BNB
Navigation
Was ist das QNG
Ein staatliches Siegel, das auf einer Gebäudezertifizierung aufsetzt und sie um besondere Anforderungen ergänzt.
Ein Gebäude erhält das QNG, wenn es zwei Bedingungen erfüllt: Es ist nach einem registrierten Bewertungssystem zertifiziert, und es erfüllt die besonderen Anforderungen des Siegels. Die Vergabe übernimmt eine akkreditierte Zertifizierungsstelle.
Im Mittelpunkt steht die Ökobilanz. Für Wohngebäude gelten feste Grenzwerte für Treibhauspotenzial und nicht erneuerbaren Primärenergiebedarf, für Nichtwohngebäude wird der Grenzwert für jedes Gebäude individuell berechnet. Die Rechenwege beschreiben wir auf den Seiten zur QNG Ökobilanz für Wohngebäude und zur QNG Ökobilanz für Nichtwohngebäude.
Das macht unsere QNG Begleitung aus:
- Zertifizierung nach DGNB oder BNB und QNG aus einer Hand
- Ökobilanz nach QNG-Rechenregeln im Haus, als zugelassener Ökobilanzexperte
- Abstimmung von Siegel, Energiekonzept und Förderantrag
- Prüfung der Anforderungsniveaus Plus und Premium schon im Entwurf
Grenzwerte der Ökobilanz
Die Ökobilanz entscheidet über das erreichbare Anforderungsniveau. Für Wohngebäude sind die Grenzwerte fest vorgegeben.
| Anforderungsniveau | Treibhauspotenzial | Nicht erneuerbare Primärenergie |
|---|---|---|
| QNG Plus | 24 kg CO2-Äquivalent | 96 kWh |
| QNG Premium | 20 kg CO2-Äquivalent | 64 kWh |
Für Nichtwohngebäude gibt es keinen festen Wert. Der Grenzwert wird für jedes Gebäude individuell berechnet, diese Berechnung übernehmen wir mit.
Besondere Anforderungen
Über die Zertifizierung hinaus verlangt das QNG zusätzliche Nachweise, für Nichtwohngebäude mehr als für Wohngebäude.
| Anforderung | Wohngebäude | Nichtwohngebäude |
|---|---|---|
| Treibhausgase und Primärenergie im Lebenszyklus | ja | ja |
| Nachhaltige Materialgewinnung | ja | ja |
| Schadstoffvermeidung in Baumaterialien | ja | ja |
| Barrierefreiheit | ja | ja |
| Analyse der Naturgefahren am Standort | nein | ja |
| Begrünung eines Teils der geeigneten Dachflächen | nein | ja |
Schnell zum QNG
Gebäudetyp, Größe und Förderabsicht kurz schildern, wir prüfen das erreichbare Anforderungsniveau im Erstgespräch.
Ablauf
Das QNG sollte vor der Förderzusage feststehen. Je früher das Anforderungsniveau geprüft wird, desto sicherer passt der Entwurf.
Ein fester Ansprechpartner begleitet alle fünf Schritte, von der Prüfung bis zum Siegel.
-
01 Erstgespräch
Wir klären Gebäudetyp, Förderabsicht und Zeitplan und empfehlen DGNB oder BNB als Grundlage.
-
02 Erste Ökobilanz
Eine frühe Bilanz zeigt, ob Plus oder Premium erreichbar ist und welche Bauteile den größten Einfluss haben.
-
03 Planung und Nachweise
Materialwahl, Schadstoffvermeidung und Barrierefreiheit werden in die Planung integriert, das Energiekonzept wird abgestimmt.
-
04 Zertifizierung
Wir führen die Zertifizierung nach dem gewählten System und dokumentieren die besonderen Anforderungen des QNG.
-
05 Siegel
Die akkreditierte Zertifizierungsstelle vergibt das QNG, die Unterlagen stehen für den Förderprozess bereit.
Ihre Experten
Zertifizierung, Ökobilanz und Energieberatung in einem Team.
Für das QNG braucht es drei Kompetenzen, die sonst oft auf verschiedene Büros verteilt sind: die Zertifizierung nach einem Bewertungssystem, die Ökobilanz nach QNG-Rechenregeln und die Energieberatung für den Förderantrag. Bei uns liegen alle drei im Haus.
Als Energie-Effizienz-Experten mit der Zusatzqualifikation als zugelassene Ökobilanzexperten verbinden wir Siegel und Förderung, ohne dass Daten zwischen Beteiligten übergeben werden müssen.
Das bringt Ihnen diese Aufstellung:
- Ein Ansprechpartner für Siegel und Förderung
- Ökobilanz und Energiekonzept aus einem Datenmodell
- Frühe Prüfung von Plus und Premium
- Erfahrung aus über 50 Ökobilanzen
Lernen Sie unser Team kennen
Auditoren, Consultants und Energieberater mit eigenen Zulassungen, jeweils mit Namen und Zuständigkeit.
Referenzprojekte
Ein Wohnquartier mit QNG Plus, aus über 100 begleiteten Vorhaben. Weitere zeigen wir unter Projekte und Referenzen.
Typische Herausforderungen
Ein QNG scheitert selten am Willen, sondern am Zeitpunkt. Fünf Punkte verursachen in der Praxis den größten Teil des vermeidbaren Aufwands.
| Was dabei passiert | Unser Vorgehen |
|---|---|
| Förderabsicht kommt zu spät | |
| Entsteht der Wunsch nach Förderung erst nach Planungsbeginn, passen Grenzwerte und Nachweislogik oft nicht mehr zum Entwurf. | Prüfung von Plus und Premium im Erstgespräch, Siegel und Förderweg werden gemeinsam angelegt. |
| Ökobilanz zu spät | |
| Nach der Genehmigungsplanung sind Konstruktion und Materialien festgelegt, der Grenzwert lässt sich dann kaum noch beeinflussen. | Erste Bilanz im Vorentwurf, Varianten werden gegen den Grenzwert geprüft. |
| Schadstoffnachweise fehlen | |
| Was nicht in der Ausschreibung steht, liefert kein Unternehmen nach. Fehlende Produktnachweise verzögern die Zertifizierung. | Wir formulieren die Anforderungen an Bauprodukte für die Ausschreibung mit. |
| Siegel und Antrag laufen getrennt | |
| Zertifizierung und Förderantrag werden von verschiedenen Büros betreut, Annahmen passen nicht zusammen. | Zertifizierung, Ökobilanz und Energieberatung entstehen in einem Team. |
| Nichtwohngebäude ohne festen Wert | |
| Ohne individuelle Berechnung des Grenzwerts bleibt lange offen, ob das Ziel erreichbar ist. | Berechnung des gebäudespezifischen Grenzwerts gleich zu Beginn. |
Wichtige Infos
Die wichtigsten Begriffe rund um das QNG. Weitere stehen im Glossar.
Registriertes Bewertungssystem
Ein Bewertungssystem, das für das QNG anerkannt ist, etwa die DGNB oder das BNB. Ohne Zertifizierung nach einem solchen System gibt es kein QNG.
Akkreditierte Zertifizierungsstelle
Die Stelle, die das Siegel vergibt. Sie prüft Zertifizierung und besondere Anforderungen.
QNG Plus
Das erste Anforderungsniveau, für Wohngebäude mit Grenzwerten von 24 kg CO2-Äquivalent und 96 kWh je m² und Jahr.
QNG Premium
Das höhere Anforderungsniveau, für Wohngebäude mit Grenzwerten von 20 kg CO2-Äquivalent und 64 kWh je m² und Jahr.
QNG-Rechenregeln
Die Vorgaben für die Ökobilanz im QNG, mit eigenen Systemgrenzen und Datengrundlagen.
Treibhauspotenzial
Die zentrale Kennzahl der Ökobilanz, angegeben in CO2-Äquivalent je Quadratmeter und Jahr.
Bundesförderung
Das QNG ist Voraussetzung für die höhere Förderstufe im klimafreundlichen Neubau. Konditionen nennen KfW und BAFA.
Ökobaudat
Die Datenbank des Bundes mit Umweltdaten für Baustoffe, verbindliche Grundlage der QNG-Ökobilanz.
Häufige Fragen
Typische Fragen zum QNG. Bei konkreten Projektanfragen klären wir Details im Erstgespräch.
Was ist das QNG?
Das Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude des Bundes. Es setzt auf eine Zertifizierung nach einem registrierten Bewertungssystem auf und ergänzt besondere Anforderungen, vor allem an die Ökobilanz.
Was ist der Unterschied zwischen QNG Plus und QNG Premium?
Premium verlangt strengere Grenzwerte, für Wohngebäude 20 statt 24 kg CO2-Äquivalent und 64 statt 96 kWh nicht erneuerbare Primärenergie je m² und Jahr.
Kann ich ein QNG ohne DGNB oder BNB bekommen?
Nein. Das QNG setzt immer auf eine Zertifizierung nach einem registrierten Bewertungssystem auf. Wir führen DGNB und BNB im Haus.
Wofür brauche ich das QNG?
Es ist Voraussetzung für die höhere Förderstufe im klimafreundlichen Neubau. Die aktuellen Konditionen nennen KfW und BAFA.
Welche Grenzwerte gelten für Nichtwohngebäude?
Für Nichtwohngebäude gibt es keinen festen Wert. Der Grenzwert wird für jedes Gebäude individuell berechnet, diese Berechnung übernehmen wir.
Welche besonderen Anforderungen gelten?
Für Wohngebäude Treibhausgase und Primärenergie im Lebenszyklus, nachhaltige Materialgewinnung, Schadstoffvermeidung und Barrierefreiheit. Für Nichtwohngebäude zusätzlich die Analyse der Naturgefahren und die Begrünung eines Teils der Dachflächen.
Wann sollte das QNG geplant werden?
So früh wie möglich, spätestens im Vorentwurf. Dann lassen sich Konstruktion und Materialien noch auf die Grenzwerte ausrichten.
Gibt es einen QNG Auditor?
Eine eigene Rolle dieses Namens gibt es nicht. Das Siegel vergibt eine akkreditierte Zertifizierungsstelle, die Zertifizierung führt ein Auditor des gewählten Bewertungssystems, etwa der DGNB.