Nachhaltigkeits-, Energie- und Förderberatung: Zertifizierung, Simulation, Ökobilanz und Förderung für Ihr Projekt
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Glossar

Begriffe aus dem nachhaltigen Bauen

Begriffe aus Zertifizierung, Ökobilanz, Förderung und ESG, kurz erklärt.

Wer eine Ausschreibung, einen Kriterienkatalog oder eine Förderrichtlinie liest, stößt auf Abkürzungen, die selten erklärt werden. Dieses Glossar erklärt sie in zwei bis drei Sätzen, ohne Marketingsprache und mit dem Hinweis, wo der Begriff im Projekt tatsächlich auftaucht.

Nutzen Sie die Suche für einen konkreten Begriff oder die Filter, wenn Sie sich einen Bereich im Zusammenhang ansehen wollen.

Bild: Kriterienkatalog und Planunterlagen auf dem Schreibtisch, hochkant, mindestens 1400 mal 1750, glossar-nachhaltiges-bauen.webp, Alt-Text: Kriterienkatalog und Planunterlagen einer Gebäudezertifizierung bei GBDC

Unsere Expertise

Viele Begriffe in diesem Glossar beschreiben eine Leistung, die wir selbst erbringen. Wir übernehmen einzelne Nachweise, wenn in Ihrem Projekt genau ein Baustein fehlt, und ebenso die vollständige Zertifizierung von der Systemwahl bis zur Einreichung.

Beides ist unabhängig voneinander beauftragbar. Für eine Simulation oder eine Ökobilanz müssen Sie weder zertifizieren noch uns die Projektleitung übertragen.

Zertifizierung

Begleitung nach DGNB, LEED, BNB, BREEAM und WELL, von der Systemwahl über den Pre-Check bis zur Konformitätsprüfung. Alle Fachnachweise entstehen im Haus.

Zur Zertifizierung

Ökobilanz und QNG LCA

Bilanzierung nach DIN EN 15978 auf Basis von Ökobaudat und Umweltproduktdeklarationen, einschließlich der Nachweisführung für die Grenzwerte von QNG-Plus und QNG-Premium.

Zur Ökobilanz

Simulationen

Tageslicht, sommerlicher Wärmeschutz und Energiesimulation über das Betriebsjahr. Die Ergebnisse dienen dem Nachweis und beeinflussen zugleich Verglasung, Verschattung und Anlagentechnik.

Zu den Simulationen

Energie und Förderung

Energiekonzepte, Variantenvergleich und Nachweise nach geltendem Energierecht, erstellt von gelisteten Energie-Effizienz-Experten, dazu die Begleitung von der Antragstellung bis zum Verwendungsnachweis.

Zur Energieberatung

Alle Begriffe

Alle Begriffe

Bauprodukteverordnung

Verordnung (EU) 2024/3110

Nachweise

Europäische Verordnung für die Vermarktung von Bauprodukten, anwendbar seit dem 8. Januar 2026. Neu ist, dass verpflichtende Umwelt- und Nachhaltigkeitsinformationen zu den Produktangaben gehören und ein digitaler Produktpass eingeführt wird. Für Ökobilanzen verbessert sich damit schrittweise die Datengrundlage.

BEG

Bundesförderung für effiziente Gebäude

Förderung

Förderprogramm des Bundes für Neubau und Sanierung, abgewickelt über KfW und BAFA. Es umfasst Zuschüsse und zinsverbilligte Kredite, die an energetische Standards und zum Teil an ein Nachhaltigkeitssiegel gekoppelt sind. Die Konditionen wurden zuletzt zum 21. Juli 2026 angepasst.

Zur Energieberatung

BNB

Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen

Zertifizierung

System des Bundes für Bundesbauten und Vorhaben der öffentlichen Hand, in seinem Anwendungsbereich verpflichtend. Es gliedert sich in Module für Neubau, Komplettmaßnahmen im Bestand und Außenanlagen. Die Systematik ähnelt der DGNB, die Nachweisführung ist enger an Vergabe und Haushaltsrecht gebunden.

Zur BNB Zertifizierung

BNB Koordinator

Verfahrenssteuerung bei Bundesbauten

Lizenzen

Zugelassene Person für die Koordination einer Zertifizierung nach BNB. Sie steuert die Nachweisführung über alle Module hinweg und stimmt sich mit der bauausführenden Verwaltung ab.

Zum BNB Koordinator

BREEAM

britisches Bewertungssystem

Zertifizierung

Ältestes Zertifizierungssystem für Gebäude, entwickelt in Großbritannien und im deutschen Markt vor allem bei Bestandsportfolios mit internationalem Eigentümerkreis anzutreffen. Die Variante In-Use bewertet Gebäude im laufenden Betrieb.

Zum Systemvergleich

CSRD

Corporate Sustainability Reporting Directive

ESG / EU-Taxonomie

Europäische Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen. Durch die Omnibus-Änderungen von 2026 ist der Kreis der berichtspflichtigen Unternehmen deutlich kleiner geworden. Wer aus der Pflicht fällt, wird in der Praxis dennoch häufig von Banken und Fonds um dieselben Daten gebeten.

Zu CSRD und ESG

DGNB

Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen

Zertifizierung

Deutsches Zertifizierungssystem, das ein Gebäude über sechs Qualitäten bewertet: ökologisch, ökonomisch, soziokulturell und funktional, technisch, Prozess und Standort. Bewertet wird nicht der Einzelaspekt, sondern der gesamte Lebenszyklus. Die Auszeichnung erfolgt in den Stufen Silber, Gold und Platin, im Bestand zusätzlich Bronze.

Zur DGNB Zertifizierung

DGNB Auditor

zugelassene Verfahrensleitung

Lizenzen

Von der DGNB zugelassene Person, die ein Zertifizierungsverfahren steuert und die Unterlagen formal einreicht. Ohne Auditor ist eine DGNB Zertifizierung nicht möglich. Der Auditor koordiniert die Fachbeteiligten und verantwortet die Vollständigkeit der Nachweise.

Zum DGNB Auditor

DGNB Consultant

fachliche Begleitung ohne Auditorenrolle

Lizenzen

Ausgebildete Fachperson, die ein Projekt inhaltlich begleitet und den Kriterienkatalog in die Planung übersetzt, ohne das Verfahren zu führen. In größeren Projekten arbeiten Consultant und Auditor zusammen, etwa wenn Fachnachweise wie die Ökobilanz getrennt verantwortet werden.

DGNB ESG Manager

Schnittstelle zwischen Gebäude und Bericht

Lizenzen ESG / EU-Taxonomie

Qualifikation für die Übersetzung von Gebäude- und Portfoliodaten in ESG-Kennzahlen und Berichtspflichten. Die Rolle verbindet die Zertifizierungswelt mit den Anforderungen von Investoren, Fonds und Banken.

DGNB Version 2023.2

aktuelle Neubaufassung

Zertifizierung

Überarbeitete Fassung des DGNB Systems für den Neubau von Gebäuden, seit dem 1. Oktober 2026 die einzige gültige Marktversion. Sie umfasst 28 statt 29 Kriterien und rund 20 Prozent weniger Indikatoren als die Vorgängerfassung. Die Treibhausgasbilanz über den Lebenszyklus ist darin Mindestanforderung.

Meldung dazu

DIN EN 15978

Norm für die Gebäudeökobilanz

Nachweise

Norm, die festlegt, wie die Umweltwirkungen eines Gebäudes über den Lebenszyklus zu berechnen sind. Sie gliedert den Lebenszyklus in Module, etwa A1 bis A3 für die Herstellung, B für die Nutzung und C für das Lebensende. Welche Module in die Bewertung eingehen, bestimmt das jeweilige Zertifizierungssystem.

DNSH

Do No Significant Harm

ESG / EU-Taxonomie

Grundsatz der EU-Taxonomie, nach dem eine Tätigkeit keines der übrigen Umweltziele erheblich beeinträchtigen darf, auch wenn sie zu einem Ziel wesentlich beiträgt. Für Gebäude betrifft das unter anderem Klimaanpassung, Wasser, Kreislaufwirtschaft und Schadstoffe. Die Prüfung ist Teil jeder Taxonomiebewertung.

Zur EU-Taxonomie

Effizienzhaus

Effizienzgebäude im Nichtwohnbereich

Förderung Kennwerte

Förderstandard, der den Energiebedarf eines Gebäudes ins Verhältnis zu einem definierten Referenzgebäude setzt. Die Zahl gibt den Anteil an: Effizienzhaus 40 benötigt rechnerisch 40 Prozent der Primärenergie des Referenzgebäudes. Je niedriger die Zahl, desto anspruchsvoller der Standard.

Energie-Effizienz-Experte

Eintrag in der Expertenliste des Bundes

Lizenzen Förderung

Fachperson, die in der Energie-Effizienz-Expertenliste des Bundes geführt wird und damit Anträge und Nachweise in der Bundesförderung erstellen darf. Für die meisten Förderwege ist die Einbindung einer gelisteten Person Antragsvoraussetzung. Die Listung erfolgt getrennt für Wohn- und Nichtwohngebäude.

Zur Energieberatung

Energiesimulation

Energy Modeling

Nachweise

Abbildung des Gebäudes über ein volles Betriebsjahr, um Bedarf, Lastgänge und Anlagenvarianten zu vergleichen. In LEED ist das Energy Modeling zentral für die Bewertung der Energieeffizienz. Anders als ein normativer Nachweis bildet die Simulation den tatsächlich erwarteten Betrieb ab.

Zu den Simulationen

EPBD

europäische Gebäuderichtlinie

Förderung

Richtlinie der Europäischen Union über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden, die den Rahmen für das nationale Energierecht setzt. Ihre Vorgaben reichen vom Neubaustandard über Sanierungspfade im Bestand bis zu Anforderungen an Gebäudeautomation und Ladeinfrastruktur.

EPD

Umweltproduktdeklaration

Nachweise

Standardisiertes Datenblatt eines Herstellers zu den Umweltwirkungen eines konkreten Bauprodukts, erstellt nach DIN EN 15804 und extern geprüft. Spezifische EPD liefern in der Ökobilanz meist bessere Ergebnisse als generische Datensätze, weil sie die tatsächliche Produktion abbilden.

Erfüllungsgrad

Gesamtbewertung in Prozent

Zertifizierung Kennwerte

Prozentwert, der beschreibt, wie viele der möglichen Punkte ein Projekt über alle Kriterien erreicht. Er entscheidet über die Auszeichnungsstufe. Zusätzlich verlangen die Systeme Mindesterfüllungsgrade je Qualität, sodass ein sehr gutes Ergebnis in einem Bereich ein schwaches in einem anderen nicht vollständig ausgleicht.

ESG

Environmental, Social, Governance

ESG / EU-Taxonomie

Sammelbegriff für die nichtfinanziellen Kriterien, nach denen Investoren, Banken und Fonds Immobilien bewerten. Im Gebäudebereich umfasst das unter anderem Energieverbrauch, Emissionen, Klimarisiken, Nutzergesundheit und Transparenz der Bewirtschaftung. Zertifizierungsdaten sind hier die belastbarste Quelle.

Zu CSRD und ESG

ESRS

European Sustainability Reporting Standards

ESG / EU-Taxonomie

Berichtsstandards, die festlegen, welche Angaben ein Nachhaltigkeitsbericht nach CSRD enthalten muss. Sie wurden 2026 um einen erheblichen Teil der Datenpunkte gestrafft. Die doppelte Wesentlichkeit, also die Betrachtung von Wirkung und finanzieller Relevanz, bleibt der Ausgangspunkt.

EU-Taxonomie

Klassifikationssystem für nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten

ESG / EU-Taxonomie

Regelwerk der Europäischen Union, das definiert, wann eine wirtschaftliche Tätigkeit als ökologisch nachhaltig gilt. Für Immobilien bestehen eigene technische Bewertungskriterien für Neubau, Erwerb und Sanierung. Die Einstufung beeinflusst Finanzierungskonditionen und Fondsberichte.

Zur EU-Taxonomie

GEG

Gebäudeenergiegesetz

Förderung

Gesetz, das die energetischen Mindestanforderungen an Gebäude geregelt hat und Wärmeschutz, Anlagentechnik und Energieausweise zusammenführte. Es ist im Gebäudemodernisierungsgesetz aufgegangen, das am 29. Juli 2026 in Kraft getreten ist.

GModG

Gebäudemodernisierungsgesetz

Förderung

Nachfolgeregelung des Gebäudeenergiegesetzes, mit der Deutschland die novellierte EU-Gebäuderichtlinie umsetzt. Es führt den Standard des Nullemissionsgebäudes ein, regelt eine stufenweise Solarpflicht und setzt Mindeststandards für Nichtwohngebäude im Bestand.

Meldung dazu

Graue Emissionen

embodied carbon

Kennwerte

Treibhausgasemissionen, die nicht im Betrieb entstehen, sondern in Herstellung, Transport, Instandsetzung und Rückbau der Bauteile. Je effizienter der Betrieb eines Gebäudes wird, desto größer wird ihr Anteil an der Gesamtbilanz. Beeinflussbar sind sie fast ausschließlich in frühen Leistungsphasen.

Klimarisikoanalyse

physische Klimarisiken am Standort

Nachweise ESG / EU-Taxonomie

Untersuchung, welchen klimabedingten Gefahren ein Standort ausgesetzt ist, etwa Starkregen, Hochwasser, Hitze, Sturm oder Hagel, und wie sich diese Risiken über die Nutzungsdauer entwickeln. Sie wird sowohl für die EU-Taxonomie als auch in DGNB und LEED gebraucht und lässt sich einmal für beide Zwecke erstellen.

Zur Klimarisikoanalyse

Konformitätsprüfung

Prüfung durch die Zertifizierungsstelle

Nachweise Zertifizierung

Formale Prüfung der eingereichten Nachweise durch die Zertifizierungsstelle, an deren Ende die Auszeichnung steht. Rückfragen der Prüfstelle sind der Regelfall, nicht die Ausnahme. Eine saubere Dokumentation verkürzt diese Phase erheblich.

Lebenszykluskosten

LCC, Life Cycle Costing

Nachweise Kennwerte

Betrachtung aller Kosten eines Gebäudes über einen festgelegten Zeitraum, üblicherweise 50 Jahre, abgezinst auf den Barwert. Einbezogen werden Herstellung, Betrieb, Instandsetzung und Rückbau. Die Rechnung zeigt, dass die günstigste Baukostenvariante selten die wirtschaftlichste Gesamtvariante ist.

Zu den Lebenszykluskosten

LEED

Leadership in Energy and Environmental Design

Zertifizierung

Zertifizierungssystem des US Green Building Council, international verbreitet und bei ausländischen Investoren häufig gefordert. Die Stufen heißen Certified, Silver, Gold und Platinum. Seit dem 1. Juli 2026 werden neue Projekte ausschließlich unter LEED v5 registriert.

Zur LEED Zertifizierung

Nullemissionsgebäude

Neubaustandard ab 2030

Förderung Kennwerte

Gebäudestandard, bei dem im Betrieb keine Emissionen aus fossilen Energieträgern vor Ort entstehen und der verbleibende Energiebedarf aus erneuerbaren Quellen gedeckt wird. Er gilt für neue Nichtwohngebäude der öffentlichen Hand ab dem 1. Januar 2028 und für alle neuen Gebäude ab dem 1. Januar 2030.

Pre-Check

Machbarkeitsprüfung vor der Registrierung

Nachweise Zertifizierung

Erste Durchsicht des Projekts anhand des Kriterienkatalogs, bevor eine Zertifizierung formal angemeldet wird. Ergebnis ist eine Einschätzung, welche Stufe realistisch erreichbar ist und welche Kriterien Aufwand oder Risiko bergen. Der Pre-Check ist die günstigste Stelle, um Zielstufe und Budget aufeinander abzustimmen.

Primärenergiebedarf

erneuerbar und nicht erneuerbar

Kennwerte

Energiemenge, die einschließlich aller Vorketten aufgewendet werden muss, um den Energiebedarf eines Gebäudes zu decken. Unterschieden wird zwischen erneuerbarem und nicht erneuerbarem Anteil. Der nicht erneuerbare Primärenergiebedarf ist in QNG und im Energierecht ein maßgeblicher Grenzwert.

QNG

Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude

Zertifizierung Förderung

Siegel des Bundes, das kein eigenständiges Zertifikat ersetzt, sondern auf einer Zertifizierung nach DGNB, BNB oder einem anderen anerkannten System aufsetzt. Es ist Voraussetzung für bestimmte Förderstufen und arbeitet mit festen Grenzwerten aus der Ökobilanz. Die Anforderungsniveaus heißen QNG-Plus und QNG-Premium.

Zur QNG Zertifizierung

Sanierungsfahrplan

iSFP, individueller Sanierungsfahrplan

Förderung

Geförderte Planungsgrundlage, die den Weg eines Bestandsgebäudes zu einem besseren energetischen Standard in aufeinander abgestimmten Schritten beschreibt. Er verhindert, dass einzelne Maßnahmen spätere Schritte erschweren oder unwirtschaftlich machen.

Zur Energieberatung

Stranding-Risiko

CRREM-Pfad

ESG / EU-Taxonomie Kennwerte

Risiko, dass ein Gebäude die für seine Nutzungsart geltenden Klimaziele zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr erfüllt und dadurch an Wert oder Vermietbarkeit verliert. Üblich ist die Betrachtung entlang der CRREM-Pfade, die zulässige Emissionsintensitäten über die Zeit abbilden.

Tageslichtsimulation

Tageslichtquotient und Autonomie

Nachweise

Rechnerischer Nachweis der Tageslichtversorgung im Grundriss. Bewertet werden unter anderem der Tageslichtquotient, die Tageslichtautonomie über das Jahr und das Blendungsrisiko. Die Ergebnisse beeinflussen Fensterformate, Verglasung und Verschattung und sollten deshalb früh vorliegen.

Zur Tageslichtsimulation

Thermische Simulation

sommerlicher Wärmeschutz

Nachweise

Dynamische Berechnung des Raumklimas über das Jahr, meist zum Nachweis des sommerlichen Wärmeschutzes. Kennwert sind die Übertemperaturgradstunden je Raum. Sie ersetzt die pauschale Abschätzung und liefert die Grundlage für Entscheidungen zu Glasanteil, Verschattung und Nachtlüftung.

Zu den Simulationen

Transitionsplan

Pfad zur Klimaneutralität

ESG / EU-Taxonomie

Dokumentierter Plan, mit welchen Maßnahmen und in welchen Schritten ein Gebäude oder ein Portfolio bis zu einem Zieljahr klimaneutral betrieben werden soll. Er verbindet technische Maßnahmen mit Investitionsplanung und ist Teil moderner Zertifizierungs- und Berichtsanforderungen.

Treibhauspotenzial

GWP, angegeben in kg CO₂-Äquivalent

Kennwerte

Kennwert für die Klimawirkung, der verschiedene Treibhausgase in Kohlendioxid-Äquivalente umrechnet. Im Gebäudebereich wird er meist je Quadratmeter Bezugsfläche und Jahr angegeben. Er ist der Kennwert, über den Förderstufen und Zertifizierungsanforderungen heute überwiegend gesteuert werden.

Vorzertifikat

Auszeichnung in der Planungsphase

Nachweise Zertifizierung

Bewertung auf Basis der Planung, die vor Fertigstellung ausgestellt wird. Sie dient der Vermarktung und der Finanzierung, etwa gegenüber Käufern und Banken. Das endgültige Zertifikat folgt nach Fertigstellung und kann von der Vorbewertung abweichen, wenn in der Ausführung Abweichungen entstehen.

WELL

WELL Building Standard

Zertifizierung

System, das nicht die Umweltwirkung des Gebäudes bewertet, sondern seine Wirkung auf die Menschen darin: Luftqualität, Licht, Akustik, Wasser, Bewegung und Komfort. Es wird häufig ergänzend zu DGNB oder LEED eingesetzt, typischerweise bei Bürogebäuden mit hohem Mieteranspruch.

Zum Systemvergleich

Zirkuläres Bauen

Kreislauffähigkeit von Bauteilen

Nachweise

Planung von Konstruktionen so, dass Bauteile am Ende der Nutzung getrennt, wiederverwendet oder hochwertig verwertet werden können. Bewertet werden unter anderem Fügetechnik, Materialreinheit und Dokumentation der verbauten Stoffe. In der DGNB wird die Kreislauffähigkeit über einen qualitativen Circularity Check abgebildet.

Ökobaudat

Datenbank des Bundes

Nachweise

Vom Bund bereitgestellte Datenbank mit Umweltdatensätzen für Bauprodukte, die als Grundlage für Ökobilanzen in Deutschland gilt. Sie enthält generische Datensätze und spezifische Herstellerdaten. Für Nachweise nach QNG ist die Verwendung der jeweils gültigen Fassung vorgeschrieben.

Ökobilanz

LCA, Life Cycle Assessment

Nachweise Kennwerte

Rechnerische Bilanzierung der Umweltwirkungen eines Gebäudes über seinen Lebenszyklus, von der Herstellung der Baustoffe über den Betrieb bis zum Rückbau. Grundlage im Gebäudebereich ist die DIN EN 15978. Sie liefert die Zahlen, auf denen DGNB, QNG und zunehmend auch LEED aufsetzen.

Zur Ökobilanz

Die Erklärungen dienen der allgemeinen Information und stellen keine Rechts-, Förder- oder Planungsberatung dar. Anforderungen, Grenzwerte und Fassungen ändern sich, maßgeblich ist jeweils die geltende Fassung der Richtlinie, Norm oder Rechtsvorschrift.

Bereit für den Projektstart

Schildern Sie kurz Gebäudetyp, Projektstand und Ziel. Sie erhalten eine Einschätzung dazu, welches System passt, welche Nachweise nötig sind und wann sie erstellt werden sollten.

In der Regel melden wir uns innerhalb weniger Tage.

E-Mail
info@gb-dc.de
Erreichbarkeit
Montag bis Freitag 8 bis 17 Uhr

Häufige Fragen

Die Fragen, die sich beim Lesen eines Kriterienkatalogs regelmäßig stellen.

Welches Zertifizierungssystem passt zu meinem Projekt?

Für den deutschen Markt ist DGNB der Regelfall, für Bundesbauten und Vorhaben der öffentlichen Hand BNB, für internationale Investoren LEED. QNG ist kein eigenes System, sondern setzt auf DGNB oder BNB auf, wenn gefördert werden soll. Ein Gebäude wird nach genau einem der Hauptsysteme zertifiziert.

Was ist der Unterschied zwischen Auditor und Consultant?

Der Consultant begleitet ein Projekt fachlich in Anwendung und Beratung. Der Auditor übernimmt zusätzlich die Steuerung des Verfahrens und die formale Einreichung bei der Zertifizierungsstelle. Ohne zugelassenen Auditor ist eine DGNB Zertifizierung nicht möglich.

Brauche ich eine Ökobilanz, auch wenn ich nicht zertifiziere?

Häufig ja. Die Ökobilanz ist Voraussetzung für QNG und damit für bestimmte Förderstufen, sie wird in der EU-Taxonomie und im ESG-Reporting gebraucht und dient zunehmend als Nachweis gegenüber Banken. Sie ist deshalb auch ohne Zertifizierungsabsicht sinnvoll.

Was bedeutet der Unterschied zwischen grauen und betrieblichen Emissionen?

Betriebliche Emissionen entstehen im laufenden Betrieb durch Heizung, Kühlung, Lüftung und Strom. Graue Emissionen stecken in den Bauteilen selbst, also in Herstellung, Transport, Instandsetzung und Rückbau. Je effizienter der Betrieb wird, desto stärker fällt der graue Anteil ins Gewicht.

Wann sollte ich mit der Zertifizierung beginnen?

So früh wie möglich, idealerweise in der Vorplanung. Die Kriterien mit dem größten Einfluss auf Stufe und Kosten betreffen Konstruktion, Materialwahl und Gebäudetechnik. Wer erst in der Ausführungsplanung startet, dokumentiert das Ergebnis, statt es zu beeinflussen.

Fehlt hier ein Begriff?

Das Glossar deckt die Begriffe ab, die uns in Projekten und Ausschreibungen am häufigsten begegnen. Wenn Ihnen ein Begriff fehlt oder eine Erklärung unklar bleibt, schreiben Sie uns kurz, wir ergänzen den Eintrag.