Zertifizierung
Begleitung nach DGNB, LEED, BNB, BREEAM und WELL, von der Systemwahl über den Pre-Check bis zur Konformitätsprüfung. Alle Fachnachweise entstehen im Haus.
Begriffe aus Zertifizierung, Ökobilanz, Förderung und ESG, kurz erklärt.
Wer eine Ausschreibung, einen Kriterienkatalog oder eine Förderrichtlinie liest, stößt auf Abkürzungen, die selten erklärt werden. Dieses Glossar erklärt sie in zwei bis drei Sätzen, ohne Marketingsprache und mit dem Hinweis, wo der Begriff im Projekt tatsächlich auftaucht.
Nutzen Sie die Suche für einen konkreten Begriff oder die Filter, wenn Sie sich einen Bereich im Zusammenhang ansehen wollen.
Viele Begriffe in diesem Glossar beschreiben eine Leistung, die wir selbst erbringen. Wir übernehmen einzelne Nachweise, wenn in Ihrem Projekt genau ein Baustein fehlt, und ebenso die vollständige Zertifizierung von der Systemwahl bis zur Einreichung.
Beides ist unabhängig voneinander beauftragbar. Für eine Simulation oder eine Ökobilanz müssen Sie weder zertifizieren noch uns die Projektleitung übertragen.
Begleitung nach DGNB, LEED, BNB, BREEAM und WELL, von der Systemwahl über den Pre-Check bis zur Konformitätsprüfung. Alle Fachnachweise entstehen im Haus.
Bilanzierung nach DIN EN 15978 auf Basis von Ökobaudat und Umweltproduktdeklarationen, einschließlich der Nachweisführung für die Grenzwerte von QNG-Plus und QNG-Premium.
Tageslicht, sommerlicher Wärmeschutz und Energiesimulation über das Betriebsjahr. Die Ergebnisse dienen dem Nachweis und beeinflussen zugleich Verglasung, Verschattung und Anlagentechnik.
Energiekonzepte, Variantenvergleich und Nachweise nach geltendem Energierecht, erstellt von gelisteten Energie-Effizienz-Experten, dazu die Begleitung von der Antragstellung bis zum Verwendungsnachweis.
Alle Begriffe
Verordnung (EU) 2024/3110
NachweiseEuropäische Verordnung für die Vermarktung von Bauprodukten, anwendbar seit dem 8. Januar 2026. Neu ist, dass verpflichtende Umwelt- und Nachhaltigkeitsinformationen zu den Produktangaben gehören und ein digitaler Produktpass eingeführt wird. Für Ökobilanzen verbessert sich damit schrittweise die Datengrundlage.
Bundesförderung für effiziente Gebäude
FörderungFörderprogramm des Bundes für Neubau und Sanierung, abgewickelt über KfW und BAFA. Es umfasst Zuschüsse und zinsverbilligte Kredite, die an energetische Standards und zum Teil an ein Nachhaltigkeitssiegel gekoppelt sind. Die Konditionen wurden zuletzt zum 21. Juli 2026 angepasst.
Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen
ZertifizierungSystem des Bundes für Bundesbauten und Vorhaben der öffentlichen Hand, in seinem Anwendungsbereich verpflichtend. Es gliedert sich in Module für Neubau, Komplettmaßnahmen im Bestand und Außenanlagen. Die Systematik ähnelt der DGNB, die Nachweisführung ist enger an Vergabe und Haushaltsrecht gebunden.
Verfahrenssteuerung bei Bundesbauten
LizenzenZugelassene Person für die Koordination einer Zertifizierung nach BNB. Sie steuert die Nachweisführung über alle Module hinweg und stimmt sich mit der bauausführenden Verwaltung ab.
britisches Bewertungssystem
ZertifizierungÄltestes Zertifizierungssystem für Gebäude, entwickelt in Großbritannien und im deutschen Markt vor allem bei Bestandsportfolios mit internationalem Eigentümerkreis anzutreffen. Die Variante In-Use bewertet Gebäude im laufenden Betrieb.
Corporate Sustainability Reporting Directive
ESG / EU-TaxonomieEuropäische Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen. Durch die Omnibus-Änderungen von 2026 ist der Kreis der berichtspflichtigen Unternehmen deutlich kleiner geworden. Wer aus der Pflicht fällt, wird in der Praxis dennoch häufig von Banken und Fonds um dieselben Daten gebeten.
Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
ZertifizierungDeutsches Zertifizierungssystem, das ein Gebäude über sechs Qualitäten bewertet: ökologisch, ökonomisch, soziokulturell und funktional, technisch, Prozess und Standort. Bewertet wird nicht der Einzelaspekt, sondern der gesamte Lebenszyklus. Die Auszeichnung erfolgt in den Stufen Silber, Gold und Platin, im Bestand zusätzlich Bronze.
zugelassene Verfahrensleitung
LizenzenVon der DGNB zugelassene Person, die ein Zertifizierungsverfahren steuert und die Unterlagen formal einreicht. Ohne Auditor ist eine DGNB Zertifizierung nicht möglich. Der Auditor koordiniert die Fachbeteiligten und verantwortet die Vollständigkeit der Nachweise.
fachliche Begleitung ohne Auditorenrolle
LizenzenAusgebildete Fachperson, die ein Projekt inhaltlich begleitet und den Kriterienkatalog in die Planung übersetzt, ohne das Verfahren zu führen. In größeren Projekten arbeiten Consultant und Auditor zusammen, etwa wenn Fachnachweise wie die Ökobilanz getrennt verantwortet werden.
Schnittstelle zwischen Gebäude und Bericht
Lizenzen ESG / EU-TaxonomieQualifikation für die Übersetzung von Gebäude- und Portfoliodaten in ESG-Kennzahlen und Berichtspflichten. Die Rolle verbindet die Zertifizierungswelt mit den Anforderungen von Investoren, Fonds und Banken.
aktuelle Neubaufassung
ZertifizierungÜberarbeitete Fassung des DGNB Systems für den Neubau von Gebäuden, seit dem 1. Oktober 2026 die einzige gültige Marktversion. Sie umfasst 28 statt 29 Kriterien und rund 20 Prozent weniger Indikatoren als die Vorgängerfassung. Die Treibhausgasbilanz über den Lebenszyklus ist darin Mindestanforderung.
Norm für die Gebäudeökobilanz
NachweiseNorm, die festlegt, wie die Umweltwirkungen eines Gebäudes über den Lebenszyklus zu berechnen sind. Sie gliedert den Lebenszyklus in Module, etwa A1 bis A3 für die Herstellung, B für die Nutzung und C für das Lebensende. Welche Module in die Bewertung eingehen, bestimmt das jeweilige Zertifizierungssystem.
Do No Significant Harm
ESG / EU-TaxonomieGrundsatz der EU-Taxonomie, nach dem eine Tätigkeit keines der übrigen Umweltziele erheblich beeinträchtigen darf, auch wenn sie zu einem Ziel wesentlich beiträgt. Für Gebäude betrifft das unter anderem Klimaanpassung, Wasser, Kreislaufwirtschaft und Schadstoffe. Die Prüfung ist Teil jeder Taxonomiebewertung.
Effizienzgebäude im Nichtwohnbereich
Förderung KennwerteFörderstandard, der den Energiebedarf eines Gebäudes ins Verhältnis zu einem definierten Referenzgebäude setzt. Die Zahl gibt den Anteil an: Effizienzhaus 40 benötigt rechnerisch 40 Prozent der Primärenergie des Referenzgebäudes. Je niedriger die Zahl, desto anspruchsvoller der Standard.
Eintrag in der Expertenliste des Bundes
Lizenzen FörderungFachperson, die in der Energie-Effizienz-Expertenliste des Bundes geführt wird und damit Anträge und Nachweise in der Bundesförderung erstellen darf. Für die meisten Förderwege ist die Einbindung einer gelisteten Person Antragsvoraussetzung. Die Listung erfolgt getrennt für Wohn- und Nichtwohngebäude.
Energy Modeling
NachweiseAbbildung des Gebäudes über ein volles Betriebsjahr, um Bedarf, Lastgänge und Anlagenvarianten zu vergleichen. In LEED ist das Energy Modeling zentral für die Bewertung der Energieeffizienz. Anders als ein normativer Nachweis bildet die Simulation den tatsächlich erwarteten Betrieb ab.
europäische Gebäuderichtlinie
FörderungRichtlinie der Europäischen Union über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden, die den Rahmen für das nationale Energierecht setzt. Ihre Vorgaben reichen vom Neubaustandard über Sanierungspfade im Bestand bis zu Anforderungen an Gebäudeautomation und Ladeinfrastruktur.
Umweltproduktdeklaration
NachweiseStandardisiertes Datenblatt eines Herstellers zu den Umweltwirkungen eines konkreten Bauprodukts, erstellt nach DIN EN 15804 und extern geprüft. Spezifische EPD liefern in der Ökobilanz meist bessere Ergebnisse als generische Datensätze, weil sie die tatsächliche Produktion abbilden.
Gesamtbewertung in Prozent
Zertifizierung KennwerteProzentwert, der beschreibt, wie viele der möglichen Punkte ein Projekt über alle Kriterien erreicht. Er entscheidet über die Auszeichnungsstufe. Zusätzlich verlangen die Systeme Mindesterfüllungsgrade je Qualität, sodass ein sehr gutes Ergebnis in einem Bereich ein schwaches in einem anderen nicht vollständig ausgleicht.
Environmental, Social, Governance
ESG / EU-TaxonomieSammelbegriff für die nichtfinanziellen Kriterien, nach denen Investoren, Banken und Fonds Immobilien bewerten. Im Gebäudebereich umfasst das unter anderem Energieverbrauch, Emissionen, Klimarisiken, Nutzergesundheit und Transparenz der Bewirtschaftung. Zertifizierungsdaten sind hier die belastbarste Quelle.
European Sustainability Reporting Standards
ESG / EU-TaxonomieBerichtsstandards, die festlegen, welche Angaben ein Nachhaltigkeitsbericht nach CSRD enthalten muss. Sie wurden 2026 um einen erheblichen Teil der Datenpunkte gestrafft. Die doppelte Wesentlichkeit, also die Betrachtung von Wirkung und finanzieller Relevanz, bleibt der Ausgangspunkt.
Klassifikationssystem für nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten
ESG / EU-TaxonomieRegelwerk der Europäischen Union, das definiert, wann eine wirtschaftliche Tätigkeit als ökologisch nachhaltig gilt. Für Immobilien bestehen eigene technische Bewertungskriterien für Neubau, Erwerb und Sanierung. Die Einstufung beeinflusst Finanzierungskonditionen und Fondsberichte.
Gebäudeenergiegesetz
FörderungGesetz, das die energetischen Mindestanforderungen an Gebäude geregelt hat und Wärmeschutz, Anlagentechnik und Energieausweise zusammenführte. Es ist im Gebäudemodernisierungsgesetz aufgegangen, das am 29. Juli 2026 in Kraft getreten ist.
Gebäudemodernisierungsgesetz
FörderungNachfolgeregelung des Gebäudeenergiegesetzes, mit der Deutschland die novellierte EU-Gebäuderichtlinie umsetzt. Es führt den Standard des Nullemissionsgebäudes ein, regelt eine stufenweise Solarpflicht und setzt Mindeststandards für Nichtwohngebäude im Bestand.
embodied carbon
KennwerteTreibhausgasemissionen, die nicht im Betrieb entstehen, sondern in Herstellung, Transport, Instandsetzung und Rückbau der Bauteile. Je effizienter der Betrieb eines Gebäudes wird, desto größer wird ihr Anteil an der Gesamtbilanz. Beeinflussbar sind sie fast ausschließlich in frühen Leistungsphasen.
physische Klimarisiken am Standort
Nachweise ESG / EU-TaxonomieUntersuchung, welchen klimabedingten Gefahren ein Standort ausgesetzt ist, etwa Starkregen, Hochwasser, Hitze, Sturm oder Hagel, und wie sich diese Risiken über die Nutzungsdauer entwickeln. Sie wird sowohl für die EU-Taxonomie als auch in DGNB und LEED gebraucht und lässt sich einmal für beide Zwecke erstellen.
Prüfung durch die Zertifizierungsstelle
Nachweise ZertifizierungFormale Prüfung der eingereichten Nachweise durch die Zertifizierungsstelle, an deren Ende die Auszeichnung steht. Rückfragen der Prüfstelle sind der Regelfall, nicht die Ausnahme. Eine saubere Dokumentation verkürzt diese Phase erheblich.
LCC, Life Cycle Costing
Nachweise KennwerteBetrachtung aller Kosten eines Gebäudes über einen festgelegten Zeitraum, üblicherweise 50 Jahre, abgezinst auf den Barwert. Einbezogen werden Herstellung, Betrieb, Instandsetzung und Rückbau. Die Rechnung zeigt, dass die günstigste Baukostenvariante selten die wirtschaftlichste Gesamtvariante ist.
Leadership in Energy and Environmental Design
ZertifizierungZertifizierungssystem des US Green Building Council, international verbreitet und bei ausländischen Investoren häufig gefordert. Die Stufen heißen Certified, Silver, Gold und Platinum. Seit dem 1. Juli 2026 werden neue Projekte ausschließlich unter LEED v5 registriert.
Neubaustandard ab 2030
Förderung KennwerteGebäudestandard, bei dem im Betrieb keine Emissionen aus fossilen Energieträgern vor Ort entstehen und der verbleibende Energiebedarf aus erneuerbaren Quellen gedeckt wird. Er gilt für neue Nichtwohngebäude der öffentlichen Hand ab dem 1. Januar 2028 und für alle neuen Gebäude ab dem 1. Januar 2030.
Machbarkeitsprüfung vor der Registrierung
Nachweise ZertifizierungErste Durchsicht des Projekts anhand des Kriterienkatalogs, bevor eine Zertifizierung formal angemeldet wird. Ergebnis ist eine Einschätzung, welche Stufe realistisch erreichbar ist und welche Kriterien Aufwand oder Risiko bergen. Der Pre-Check ist die günstigste Stelle, um Zielstufe und Budget aufeinander abzustimmen.
erneuerbar und nicht erneuerbar
KennwerteEnergiemenge, die einschließlich aller Vorketten aufgewendet werden muss, um den Energiebedarf eines Gebäudes zu decken. Unterschieden wird zwischen erneuerbarem und nicht erneuerbarem Anteil. Der nicht erneuerbare Primärenergiebedarf ist in QNG und im Energierecht ein maßgeblicher Grenzwert.
Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude
Zertifizierung FörderungSiegel des Bundes, das kein eigenständiges Zertifikat ersetzt, sondern auf einer Zertifizierung nach DGNB, BNB oder einem anderen anerkannten System aufsetzt. Es ist Voraussetzung für bestimmte Förderstufen und arbeitet mit festen Grenzwerten aus der Ökobilanz. Die Anforderungsniveaus heißen QNG-Plus und QNG-Premium.
iSFP, individueller Sanierungsfahrplan
FörderungGeförderte Planungsgrundlage, die den Weg eines Bestandsgebäudes zu einem besseren energetischen Standard in aufeinander abgestimmten Schritten beschreibt. Er verhindert, dass einzelne Maßnahmen spätere Schritte erschweren oder unwirtschaftlich machen.
CRREM-Pfad
ESG / EU-Taxonomie KennwerteRisiko, dass ein Gebäude die für seine Nutzungsart geltenden Klimaziele zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr erfüllt und dadurch an Wert oder Vermietbarkeit verliert. Üblich ist die Betrachtung entlang der CRREM-Pfade, die zulässige Emissionsintensitäten über die Zeit abbilden.
Tageslichtquotient und Autonomie
NachweiseRechnerischer Nachweis der Tageslichtversorgung im Grundriss. Bewertet werden unter anderem der Tageslichtquotient, die Tageslichtautonomie über das Jahr und das Blendungsrisiko. Die Ergebnisse beeinflussen Fensterformate, Verglasung und Verschattung und sollten deshalb früh vorliegen.
sommerlicher Wärmeschutz
NachweiseDynamische Berechnung des Raumklimas über das Jahr, meist zum Nachweis des sommerlichen Wärmeschutzes. Kennwert sind die Übertemperaturgradstunden je Raum. Sie ersetzt die pauschale Abschätzung und liefert die Grundlage für Entscheidungen zu Glasanteil, Verschattung und Nachtlüftung.
Pfad zur Klimaneutralität
ESG / EU-TaxonomieDokumentierter Plan, mit welchen Maßnahmen und in welchen Schritten ein Gebäude oder ein Portfolio bis zu einem Zieljahr klimaneutral betrieben werden soll. Er verbindet technische Maßnahmen mit Investitionsplanung und ist Teil moderner Zertifizierungs- und Berichtsanforderungen.
GWP, angegeben in kg CO₂-Äquivalent
KennwerteKennwert für die Klimawirkung, der verschiedene Treibhausgase in Kohlendioxid-Äquivalente umrechnet. Im Gebäudebereich wird er meist je Quadratmeter Bezugsfläche und Jahr angegeben. Er ist der Kennwert, über den Förderstufen und Zertifizierungsanforderungen heute überwiegend gesteuert werden.
Auszeichnung in der Planungsphase
Nachweise ZertifizierungBewertung auf Basis der Planung, die vor Fertigstellung ausgestellt wird. Sie dient der Vermarktung und der Finanzierung, etwa gegenüber Käufern und Banken. Das endgültige Zertifikat folgt nach Fertigstellung und kann von der Vorbewertung abweichen, wenn in der Ausführung Abweichungen entstehen.
WELL Building Standard
ZertifizierungSystem, das nicht die Umweltwirkung des Gebäudes bewertet, sondern seine Wirkung auf die Menschen darin: Luftqualität, Licht, Akustik, Wasser, Bewegung und Komfort. Es wird häufig ergänzend zu DGNB oder LEED eingesetzt, typischerweise bei Bürogebäuden mit hohem Mieteranspruch.
Kreislauffähigkeit von Bauteilen
NachweisePlanung von Konstruktionen so, dass Bauteile am Ende der Nutzung getrennt, wiederverwendet oder hochwertig verwertet werden können. Bewertet werden unter anderem Fügetechnik, Materialreinheit und Dokumentation der verbauten Stoffe. In der DGNB wird die Kreislauffähigkeit über einen qualitativen Circularity Check abgebildet.
Datenbank des Bundes
NachweiseVom Bund bereitgestellte Datenbank mit Umweltdatensätzen für Bauprodukte, die als Grundlage für Ökobilanzen in Deutschland gilt. Sie enthält generische Datensätze und spezifische Herstellerdaten. Für Nachweise nach QNG ist die Verwendung der jeweils gültigen Fassung vorgeschrieben.
LCA, Life Cycle Assessment
Nachweise KennwerteRechnerische Bilanzierung der Umweltwirkungen eines Gebäudes über seinen Lebenszyklus, von der Herstellung der Baustoffe über den Betrieb bis zum Rückbau. Grundlage im Gebäudebereich ist die DIN EN 15978. Sie liefert die Zahlen, auf denen DGNB, QNG und zunehmend auch LEED aufsetzen.
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Die Erklärungen dienen der allgemeinen Information und stellen keine Rechts-, Förder- oder Planungsberatung dar. Anforderungen, Grenzwerte und Fassungen ändern sich, maßgeblich ist jeweils die geltende Fassung der Richtlinie, Norm oder Rechtsvorschrift.
Schildern Sie kurz Gebäudetyp, Projektstand und Ziel. Sie erhalten eine Einschätzung dazu, welches System passt, welche Nachweise nötig sind und wann sie erstellt werden sollten.
In der Regel melden wir uns innerhalb weniger Tage.
Die Fragen, die sich beim Lesen eines Kriterienkatalogs regelmäßig stellen.
Für den deutschen Markt ist DGNB der Regelfall, für Bundesbauten und Vorhaben der öffentlichen Hand BNB, für internationale Investoren LEED. QNG ist kein eigenes System, sondern setzt auf DGNB oder BNB auf, wenn gefördert werden soll. Ein Gebäude wird nach genau einem der Hauptsysteme zertifiziert.
Der Consultant begleitet ein Projekt fachlich in Anwendung und Beratung. Der Auditor übernimmt zusätzlich die Steuerung des Verfahrens und die formale Einreichung bei der Zertifizierungsstelle. Ohne zugelassenen Auditor ist eine DGNB Zertifizierung nicht möglich.
Häufig ja. Die Ökobilanz ist Voraussetzung für QNG und damit für bestimmte Förderstufen, sie wird in der EU-Taxonomie und im ESG-Reporting gebraucht und dient zunehmend als Nachweis gegenüber Banken. Sie ist deshalb auch ohne Zertifizierungsabsicht sinnvoll.
Betriebliche Emissionen entstehen im laufenden Betrieb durch Heizung, Kühlung, Lüftung und Strom. Graue Emissionen stecken in den Bauteilen selbst, also in Herstellung, Transport, Instandsetzung und Rückbau. Je effizienter der Betrieb wird, desto stärker fällt der graue Anteil ins Gewicht.
So früh wie möglich, idealerweise in der Vorplanung. Die Kriterien mit dem größten Einfluss auf Stufe und Kosten betreffen Konstruktion, Materialwahl und Gebäudetechnik. Wer erst in der Ausführungsplanung startet, dokumentiert das Ergebnis, statt es zu beeinflussen.
Das Glossar deckt die Begriffe ab, die uns in Projekten und Ausschreibungen am häufigsten begegnen. Wenn Ihnen ein Begriff fehlt oder eine Erklärung unklar bleibt, schreiben Sie uns kurz, wir ergänzen den Eintrag.