Neuigkeiten 2025
Auswahlhilfe zu Zertifizierungssystemen
QNG
Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude
Ein QNG-Zertifikat ermöglicht für Neubauten die Beanspruchung der Bundesförderung für effiziente Gebäude über Kredite und/oder Zuschüsse. Zur Erfüllung ist grundsätzlich ein klassisches Nachhaltigkeitszertifikat nach DGNB, BNB oder vergleichbare erforderlich. In reduzierten Förderstufen kann auf das Nachhaltigkeitszertifikat verzichtet werden, jedoch ist immer eine QNG-Ökobilanz durchzuführen.
DGNB
Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
Das bekannteste System in Deutschland sind der Kriterienkataloge der DGNB. Alle Nutzungsarten von Gebäuden als auch die unterschiedlichen Typen von Bauvorhaben (Neubau, Sanierung, Betrieb, Innenräume, Baustellenprozess etc.) können abgebildet werden. Das Zertifikat stellt insbesondere eine Methode zur Qualitätssicherung dar, die mittels Nachhaltigkeit immer für einen Mehrwert sorgt.
BNB
Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen
Analog zur DGNB stellt das BNB System vor allem das Zertifikat für Bundesbauten in Deutschland, für die ab bestimmtem Projektgrößen eine Pflicht zur Zertifizierung besteht. Das BNB System bietet jedoch nur wenige Nutzungsarten ab und entspricht aufgrund des Alters nur noch begrenz zeitgemäß. Die Fortschreibung zur Version 2.0 steht kurz vor Veröffentlichung.
LEED
Leadership in Energy and Environmental Design
Das LEED-System aus den USA wird als internationale Standard eingesetzt und weicht aufgrund von global unterschiedlichen Anforderungen von den Kriterien der deutschen Systeme wie DGNB oder BNB ab. Für internationale Projekte oder Investitionen wird meistens eine LEED-Zertifizierung bevorzugt, jedoch ist auch eine DGNB-Zertifizierung aufgrund der hohen Qualitätsstandards weltweit angesehen.
Vor diesem Hintergrund wird das DGNB Neubau 2023 System derzeit überarbeitet und befindet sich aktuell in einer Testphase zur Weiterentwicklung zur Version 2023.2. Ein zentrales Ziel ist eine deutliche Vereinfachung der Anwendung und Nachweislogik. So soll es unter anderem eine signifikante Änderung der Bepunktung von TEC 1.6 geben. Insgesamt stellt dies ein sehr positives Signal der DGNB dar, mit dem auf die Praxis und die Herausforderungen der Bauherrn eingegangen wird.
Testphase für vereinfachte DGNB Zertifizierung - Quartal Vier | 2025
DGNB Neubau 2023.2
Die DGNB passte mit dem aktualisierten Neubau-Katalog von der Version 2018 zu 2023 sich an die positiven Entwicklungen am Markt an und setzte einen neuen, herausfordernden Nachhaltigkeitsstandard. Neue Anforderungen, steigende Erwartungen an Klimaschutz und Ressourceneffizienz sowie die zunehmende Bedeutung von Kreislaufwirtschaft führen dazu, dass die DGNB Kriterien angepasst wurden.
In der Anwendung zeigt sich jedoch, dass die Nachweisführung einzelner Kriterien und Qualitäten mit einem wesentlichen Mehraufwand einhergehen. Beispielhaft steht das Kriterium TEC 1.6 „Zirkuläres Bauen“ im Fokus. Aufgrund komplexer Dokumentationsanforderungen und noch fehlender Nachweisen seitens der Hersteller konnte das Thema nur schwer aufgegriffen werden und damit für die meisten Bauvorhaben meist außer acht gelassen.
Aktuelle News im Bausektor - Quartal Drei | 2025
Nachhaltigkeit aktuell
[1] Die EU-Kommission beschließt Vereinfachungen zur EU-Taxonomie, um den Reporting-Aufwand zu senken. Es sind Änderungen an Kriterien und Vereinfachungen bei den Do-No-Significant-Harm vorgesehen.
[2] Die Bundesregierung beschließt den Klimaschutzbericht 2025. Darin wird explizit betont, dass im Gebäudebereich entschlossener gehandelt werden muss, insbesondere in Richtung klimaneutrale Gebäude. Die QNG Zertifizierung und die damit verbundenen Fördermöglichkeiten bleiben unverändert wichtig.
[3] Die DGNB veröffentlicht eine überarbeitete Fassung des „Rahmenwerks für klimaneutrale Gebäude und Standorte“ und stellt sie bis September 2025 zur öffentlichen Kommentierung zur Verfügung. Es werden neue regulatorische Rahmenbedingungen & Reporting-Anforderungen aufgenommen.
Exkursion - Quartal Zwei | 2025
EXPO 2025 Japan
Im Rahmen einer Exkursion im Frühjahr 2025 bot uns die Weltausstellung EXPO 2025 in Osaka vielfältige Einblicke in zukunftsweisende Konzepte des nachhaltigen Bauens. Unter dem Leitthema „Designing Future Society for Our Lives“ präsentierten internationale Architekturbüros und Institutionen unter anderem innovative Lösungen für eine klima- und ressourcenschonende Bauweise.
Besonders hervorzuheben ist der zentrale „Grand Ring“, der größte Holzbau der Welt,als Symbol für materialeffizientes, rückbaubares Bauen mit lokalem Zedern- und Zypressenholz.
Auch die nationalen Pavillons setzen deutliche Impulse: von modularen und reversiblen Konstruktionen über biologisch abbaubare Materialien bis hin zu Upcycling-Ansätzen mit recycelten Fischernetzen oder Bambus. Wie auch bei der vorherigen EXPO 2020 in Dubai spürt man deutlich, dass sozialverträgliche Aspekte rund um den Menschen im Fokus stehen und versucht wird, diese bestmöglichst mit den zukunftsweisenden Ideen zu verknüpfen.
Ein Besuch der EXPO 2025 in Osaka ist uneingeschränkt empfehlenswert, nicht nur wegen der innovativen Impulse für nachhaltiges Bauen, sondern auch als Gelegenheit, Menschen, Ideen und Kulturen aus aller Welt in einem offenen, zukunftsorientierten Rahmen kennenzulernen. Die Ausstellung macht deutlich, dass globale Herausforderungen nur durch interdisziplinären Austausch und internationale Zusammenarbeit gelöst werden können.
Aufgrund von weltpolitischen Änderungen, einer neuen Bundesregierung 2025 und Priorisierung der internationalen Sicherheit ist eine belastbare Aussage über zukünftige Entwicklung kaum möglich. In jeder Hinsicht sollte jedoch klar sein, dass heute mehr denn je das Nachhaltige Bauen und Betreiben aktiv vorangetrieben werden muss. Auch unabhängig von politischen Leitlinien kann jeder die Verantwortung übernehmen und einen Beitrag für unser zukünftiges Klima leisten.
Marktentwicklung - Quartal Eins | 2025
Gebäudesektor DE
Der Gebäudesektor in Deutschland steht zunehmend im Fokus der Klimapolitik, da er für rund ein Drittel der nationalen CO₂-Emissionen verantwortlich ist. Ziel der Bundesregierung war es, bis spätestens 2045 einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen.
Grundsätzlich hat sich das Thema klima- und ressourcenschonendem Bauen bereits etabliert: Klar geregelte Anforderungen an die energetische Qualität von Gebäuden durch das Gebäudeenergiegesetz (GEG) als auch maßgebende Qualitätsansprüche durch die Einführung von Nachhaltigkeitszertifikaten wie dem QNG (Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude) kombiniert mit der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG).
- Ziel 2045: Klimaneutraler Gebäudebestand laut Bundesregierung
- 101 Mio. Tonnen CO₂ (2024): Gebäudesektor verfehlt erneut Klimaziel
Interessante Zahlen und Fakten
CO2-Emissionen
Durch Heizung, Kühlung, Stromverbrauch und die energieintensive Herstellung von Baumaterialien entstehen enorme Treibhausgasemissionen durch den Gebäudesektor. Um die globalen Klimaziele zu erreichen und die Erderwärmung wirksam zu begrenzen, muss der Energieverbrauch von Gebäuden drastisch reduziert und der Einsatz fossiler Energien minimiert werden. Nachhaltiges Bauen und Sanieren ist deshalb einer der wichtigsten Hebel für den Klimaschutz weltweit.
- 35 % der weltweiten CO₂-Emissionen
- Hoher Energie- und Ressourcenverbrauch
- Großer Hebel für Klimaschutz
- GBDC erstellt Ökobilanzen und optimiert die Energie-Effizienz Ihres Gebäudes (Neubau und Sanierung)
Zirkularität
Um unsere endlichen Ressourcen zu schonen, Abfall zu vermeiden und den Lebenszyklus von Materialien zu verlängern, ist auf Zirkularität zu achten. Durch Rückbau, Wiederverwendung und Recycling kann die Umweltbelastung deutlich reduziert und ein nachhaltiger Gebäudebestand geschaffen werden.
- 50 % des weltweiten Ressourcenverbrauchs entfallen auf den Bausektor
- 60 % des Abfalls in Deutschland stammt aus dem Bauwesen
- Nur 12 % der Bauprodukte werden derzeit wiederverwendet oder recycelt
- GBDC bietet Materialkonzepte, Materialkataster und Rückbauanleitungen zurOptimierung an.
Wasserverbrauch
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- Hoher Wasserbedarf bei Zement- und Betonherstellung
- Kein sparsamer Umgang mit Trinkwasser
- Nutzung von Grau- und Regenwasser nicht etabliert
- Durch Wasserkonzepte, Trinkwasserberechnung und reduzierten Mengen an Beton im Bau mit GBDC wirksam sauberes Trinkwasser schützen.
Qualitätssicherung
Eine Nachhaltigkeitszertifizierung ist weit mehr als ein grünes Label – sie ist in erster Linie ein Instrument zur Qualitätssicherung. Durch klare Kriterien in Bereichen wie Energieeffizienz, Materialwahl, Innenraumklima und Lebenszykluskosten sorgt sie dafür, dass ein Gebäude ganzheitlich geplant und umgesetzt wird. Für den Bauherrn bedeutet das nicht nur mehr Transparenz und Planungs¬sicherheit, sondern auch ein werthaltiges, zukunftsfähiges Gebäude mit langfristig reduzierten Betriebskosten und hoher Marktakzeptanz.
- Kontrolle der Fachplanung
- Kosten-Nutzen-Analyse von Maßnahmen
- Vollumfängliche Dokumentation des Gebäudes
- GBDC prüft und dokumentiert alle Qualitäten rund um das Thema Bauen und Betreiben von Gebäuden und stellt damit eine nachhaltige Wertsteigerung für Bauherrn und Ihre Projekte sicher.